In einer Erhebung haben Forscher der Oregon Health and Science Universität in Portland «Tweets» von über 150 Onkologen analysiert. Sie verglichen die auf «Twitter» geposteten positiven Erwähnungen von Medikamenten mit den Zahlungen von entsprechenden Pharmaherstellern an die Ärzte.
Von den 156 auf «Twitter» aktiven Hämatoonkologen erwähnten über 80 Prozent mindestens ein Medikament von Pharmaunternehmen, von denen sie im Median
13'600 Dollar empfangen hatten. Nur zwei der Ärzte gaben explizit an, dass sie Zahlungen von Firmen erhielten, deren Medikamente sie auf «Twitter» erwähnten.
Was Ärzte von Promis lernen können
Über die Hälfte der insgesamt fast 4'500 untersuchten «Tweets» erschien zudem im Zusammenhang mit den erwähnten Medikamenten, wie die im Magazin «The Lancet» nun veröffentlichten Studie weiter ergab.
Die Forscher fordern, dass Ärzte in ihren Social-Media-Profilen Interessenskonflikte offenlegen sollten. «Vielleicht können wir hier etwas von Prominenten lernen», erklärt Studienautor Vinay Prasad
der Nachrichtenagentur «Reuters». Promis nutzen oftmals den Hashtag
#sponsored, wenn sie über entsprechende Produkte auf Social Media schreiben.