Telemedizin: Anbieter expandieren ins Ausland

Die beiden grössten Schweizer Telemedizinanbieter erkennen im Ausland Wachstumspotenzial.

, 4. März 2019 um 09:34
image
  • telemedizin
  • medi24
  • praxis
Die beiden Schweizer Telemedizinanbieter Medgate und Medi24 wollen im Ausland wachsen. Unabhängig voneinander drängen beide auf den deutschen Markt. Dies nachdem die deutsche Politik vor Kurzem das Fernbehandlungsverbot lockerte. Dies ebnet den Weg für Telemedizin. Die Schweizer Anbieter erhoffen sich in Deutschland Wettbwerbsvorteile. Verfügt die deutsche Konkurrenz doch noch kaum über Erfahrung.«Nun ernten wir die Früchte der zwanzigjährigen Aufbauarbeit», sagt Medi24-Chef Angelo Eggli der «Bilanz». 
Nicht nur Deutschland als Ziel
Dennoch: Die internationale Konkurrenz unterschätzen die beiden Schweizer Unternehmen nicht. Telemedizin sei als riesiger Wachstumsmarkt auch für grosse Akteure interessant. Um bestehen zu können, wollen die Schweizer Anbieter zu überregionalen Akteuren werde. Dies ist denn auch einer der Hauptgründe für die Expansionen. Dazu gehen die beiden Firmen gemäss der «Bilanz»auch Kooperationen ein - und wollen in weitere Länder Fuss fassen.
So will Medgate seine Dienstleistungen auch in Südostasien anbieten - Medi24 will neben Deutschland auch nach Frankreich, Italien, Spanien und Österreich expandieren.
Die beiden ins Ausland expandierenden Firmen sind in der Schweiz die grössten Anbieter in ihrem Bereich. Medgate beschäftigt derzeit rund 300 Personen, Medi24 rund 120.
Artikel teilen

Loading

Comment

Mehr zum Thema

image

Fünf goldene Regeln, wie Ärzte den Patienten Zahlen verständlich machen

Laborwerte, Risiken, Therapieeffekte – viele Aufklärungsgespräche scheitern an medizinischen Zahlen. Doch wie erläutert man, was eine Behandlung bringt? Ein Vorschlag.

image
Gastbeitrag von Esther Wiesendanger

Da sind steigende Gesundheitskosten ja nur logisch

Getrennte Apotheken in Gruppenpraxen, Impfverbote in der Pflege, teure Zusatzkontrollen: Groteske Behörden- und Kassenentscheide lähmen die Versorgung. Sind wir Ärzte eigentlich Komiker?

image

Arzt sein mit Sinn – das ist Medbase.

Der ärztliche Beruf verändert sich – und mit ihm die Erwartungen. Viele Ärztinnen und Ärzte suchen heute mehr als nur eine Anstellung: Sie suchen Wirksamkeit, Gestaltungsspielraum und ein Umfeld, das ihre Werte teilt.

image

Für die Zweitmeinung zu Dr. KI? Kein Problem.

Die meisten Menschen können sich vorstellen, medizinischen Rat bei einem Chatbot zu holen. Und eine klare Mehrheit findet, dass die Ärzte KI-Unterstützung haben sollten. Dies besagt eine Erhebung in Deutschland.

image

Hoher Blutdruck? Setzt auf die Apotheker!

Eine Metastudie ging der Frage nach, welche medizinischen Fachleute die nachhaltigste Verbesserung bei Hypertonie-Patienten erreichen.

image

Verurteilt, Zulassung gestrichen – aber immer noch Arzt in Freiburg

Der Fall eines verurteilten Arztes zeigt die Lücken im System auf: Informationen zwischen den Kantonen gehen verloren – und sie gelangen nicht über die Landesgrenzen.

Vom gleichen Autor

image

Covid-19 ist auch für das DRG-System eine Herausforderung

Die Fallpauschalen wurden für die Vergütung von Covid-19-Behandlungen adaptiert. Dieses Fazit zieht der Direktor eines Unispitals.

image

Ein Vogel verzögert Unispital-Neubau

Ein vom Aussterben bedrohter Wanderfalke nistet im künftigen Zürcher Kispi. Auch sonst sieht sich das Spital als Bauherrin mit speziellen Herausforderungen konfrontiert.

image

Preisdeckel für lukrative Spitalbehandlungen?

Das DRG-Modell setzt Fehlanreize, die zu Mengenausweitungen führen. Der Bund will deshalb eine gedeckelte Grundpauschale - für den Direktor des Unispitals Basel ist das der völlig falsche Weg.