Oberster Gesundheitsdirektor so gut wie gewählt

Heidi Hanselmann tritt als Präsidentin der Gesundheitsdirektoren-Konferenz ab. Ihr Nachfolger steht bereits in den Startlöchern.

, 10. Februar 2020 um 09:02
image
  • basel
  • spital
  • gesundheitsdirektoren
  • lukas engelberger
Die Schweizerische Gesundheitsdirektoren-Konferenz (GDK) ist das Koordinationsorgan der Kantone in der Gesundheitspolitik. Die Gesundheitsdirektoren haben Macht, allen voran auch der Präsident oder die Präsidentin. Das zeigt sich etwa darin, wie sie bisher die Einführung einer einheitlichen Finanzierung (Efas) zu verhindern wussten.
Die aktuelle GDK-Präsidentin, Heidi Hanselmann, tritt bekanntlich nicht mehr zu den Regierungsratswahlen an. Sie gibt Ende Mai 2020 damit auch das Amt als GDK-Präsidentin ab. Die St. Galler SP-Regierungsrätin hatte das Amt erst im Frühling vor einem Jahr von Thomas Heiniger übernommen.

Meldefrist bald abgelaufen

Als Hanselmanns Nachfolger wurde bislang Lukas Engelberger genannt. Der CVP-Politiker bestätigt in einem Interview mit der «Schweiz am Wochenende» nun sein Interesse an der Kandidatur. Er ist aktuell Vizepräsident der GDK und seit 2014 Regierungsrat und Gesundheitsdirektor im Kanton Basel-Stadt. Dem promovierten Juristen und Rechtsanwalt wird ein ausgeprägter Ehrgeiz nachgesagt. 
Seine Wahl ist fast schon garantiert. Zurzeit liegen noch keine anderen Kandidaturen vor, wie GDK-Generalsekretär Michael Jordi auf Anfrage mitteilt. Die Meldefrist für Kandidaturen laufe noch über einen Monat. Die Wahl erfolgt dann durch die Plenarversammlung der GDK am 14. und 15. Mai 2020 in Genf.
Artikel teilen

Loading

Comment

Mehr zum Thema

image

USB: Partnerschaft für Tumorchirurgie in Basel

Das Universitätsspital Basel und die Urologie-Klinik «Alta uro» starten eine Kooperation: Hochkomplexe Operationen werden am USB konzentriert, während die patientennahe Versorgung vor Ort erhalten bleibt.

image

Weniger Regionalpolitik, mehr Tech: Wie das Spital neu gedacht werden soll

H+ will das Ende von Spitaltraditionen. Mit einer PwC-Studie skizziert der Verband ein Krankenhaussystem, das sich von regionaler Politik und bisheriger Planung verabschiedet – und zehntausende Stellen einspart.

image

Baselbieter Kantonsparlament stützt UKBB

Das Universitäts-Kinderspital beider Basel soll frische Subventionen erhalten, um finanzielle Engpässe zu vermeiden. Der Entscheid im Landrat war deutlich. Doch es gibt auch Misstrauen.

image

Hohe Fluktuation ist ein Qualitätskiller

Wenn Ärzte und Pflegepersonal häufig wechseln, leidet die Patientenversorgung, und die Mortalität steigt: Dies besagt eine Datenanalyse aus 148 britischen Kliniken.

image

Jede Notfall-Konsultation kostet 460 Franken

Notfallstationen werden immer öfter besucht. Eine Obsan-Studie bietet nun Zahlen dazu. Zum Beispiel: 777'000 Personen begaben sich dreimal in einem Jahr auf den Spital-Notfall.

image

Basel: Privatspitäler lösen ihren Verband auf

Die Basler Privatspitäler-Vereinigung wird liquidiert. Man wolle «den Austausch zukünftig offen und flexibel angehen», so die Erklärung.

Vom gleichen Autor

image

Arzthaftung: Bundesgericht weist Millionenklage einer Patientin ab

Bei einer Patientin traten nach einer Darmspiegelung unerwartet schwere Komplikationen auf. Das Bundesgericht stellt nun klar: Die Ärztin aus dem Kanton Aargau kann sich auf die «hypothetische Einwilligung» der Patientin berufen.

image

Studie zeigt geringen Einfluss von Wettbewerb auf chirurgische Ergebnisse

Neue Studie aus den USA wirft Fragen auf: Wettbewerb allein garantiert keine besseren Operationsergebnisse.

image

Warum im Medizinstudium viel Empathie verloren geht

Während der Ausbildung nimmt das Einfühlungsvermögen von angehenden Ärztinnen und Ärzten tendenziell ab: Das besagt eine neue Studie.