Kantonsspital tut sich mit Medbase zusammen

Schon wieder: Ein öffentliches Spital kooperiert mit privaten Anbietern. Das Kantonsspital Baselland gründet mit Medbase in Laufen ein Gesundheitszentrum.

, 10. Juni 2020 um 12:40
image
  • spital
  • spital laufen
  • kantonsspital baselland
  • medbase
Hausärzte, Therapien, Röntgen, Spezialsprechstunden, Medikamente und ein 24-Stunden-Notfall: So sieht das künftige Regionale Gesundheitszentrum Laufen aus. Für den Betrieb hat das Kantonsspital Baselland (KSBL) einen privaten Anbieter mit an Bord geholt: Medbase. Das Unternehmen ist auf ambulante Gesundheitsdienstleistungen spezialisiert.

Keine Überlebenschancen fürs Spital Laufen

Das Projekt eines Regionalen Gesundheitszentrums Laufen entstand nach der gescheiterten Spitalfusion mit Basel-Stadt. Für das Spital Laufen gab es keine Überlebenschancen mehr, obwohl viele Betroffene den Weiterbestand forderten.
Das Gesundheitszentrum wird vorderhand im Spital betrieben. Ziel ist es jedoch, einen neuen Standort an zentraler Lage in Laufen zu finden. Ein Gesundheitszentrum sei nur attraktiv, wenn es im Zentrum liegt, sind Fachleute überzeugt.

Hirslanden ist weiterer möglicher Partner

Das KSBL und Medbase wollen fürs Gesundheitzentrum in Laufen weitere Partner gewinnen, etwa die Hirslandengruppe. Zusammen mit Hirslanden hat sich Medbase gerade kürzlich den Markt neu aufgeteilt: Medbase hat drei Hirslanden-Praxiszentren in Schaffhausen, Bern und Düdingen übernommen.
Medbase arbeitet bereits mit anderen öffentlichen Spitälern zusammen, etwas mit dem Kantonsspital Winterthur, dem Spital Thun und dem Luzerner Kantonsspital. Zu Medbase, einer Migros-Tochter, gehören ambulante Gesundheitszentren an rund 50 Standorten.
Artikel teilen

Loading

Comment

Mehr zum Thema

image

Integrierte Versorgung mit Modellcharakter in Winterthur

Das Projekt Trio+ von KSW, Medbase und Swica wurde ausgezeichnet: Es zeigt, wie integrierte Versorgung umgesetzt werden kann – mit digitalen Tools wie dem eMediplan, oder neuen Konzepten für die Betreuung von Krebspatienten.

image

Pharmagelder 2024: Zuwendungen an Schweizer Ärzte steigen leicht

2024 erhielten Ärzte, Spitäler und Fachgesellschaften zusammen 262 Millionen Franken – 16 Millionen mehr als im Jahr davor.

image

Die 10-Prozent-Illusion der Schweizer Spitäler

Eine Betriebsrendite von zehn Prozent galt lange als Überlebens-Formel für Akutspitäler. Womöglich ist dieser Richtwert zu tief. Die Beratungsfirma PwC fordert mehr Effizienz – die Spitäler höhere Tarife.

image

Auf dem richtigen Weg

Der Markt für Krankenhaus-Informationssysteme (KIS) befindet sich in einer Phase tiefgreifender Transformation. Die aktuellen Trends und Herausforderungen der Branche sowie die Erwartungen der Kliniken beleuchtet Dirk Müller, Director Product Management CIS4U bei Dedalus HealthCare.

image

Work-Life-Balance im Gesundheitswesen: Wie Medbase es möglich macht

Ob Sie als Ärztin, Arzt oder Medizinische Praxisassistenz tätig sind, der Beruf im Gesundheitswesen verlangt viel Einsatz und Verantwortung. Umso wichtiger ist ein Arbeitsumfeld, das sich Ihrem Lebensrhythmus anpasst.

image

Interprofessionelle Visiten auf dem Prüfstand

Die Visiten werden geschätzt, aber nicht alle Beteiligten sind gleich zufrieden. Vor allem die Pflege bemängelt ihre Einbindung und sichtet Verbesserungs-Chancen. Dies zeigt eine Umfrage in Schweizer Spitälern.

Vom gleichen Autor

image

«Das Inselspital ist noch lange nicht über den Berg»

Das Inselspital wartete mit guten Meldungen auf. Doch der Insel-Kritiker Heinz Locher gibt keine Entwarnung.

image

So entgehen Sie dem Hochstapler-Syndrom

Viele Ärztinnen und Ärzte überfordern sich – und glauben dann selber, dass sie über ihrem Können spielen. Das ist schlecht für die Psyche.

image

Im Schaufenster stehen vor allem unwirksame Medikamente

Bieler Ärzte schlagen eine neue Etikette für rezeptfreie Arzneimittel vor. Sie soll zeigen, wie verlässlich die Wirksamkeit nachgewiesen worden ist.