Kantonsspital Glarus schafft eigene Kinderarzt-Praxis

Anfang Juni eröffnet das Glarner Kantonsspital (KSGL) eine Pädiatrie-Praxis. Dabei wechseln eine Ärztin und ein Arzt von der Aarauer Kinderarzthaus AG zum KSGL.

, 27. März 2018 um 07:59
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Um die derzeit ungenügende pädiatrische Versorgung im Kanton sicherzustellen, startet das Kantonsspital Glarus (KSGL) mit einer eigenen Kinderarzt-Praxis. Mit Matthias Marti in Näfels gibt es im Kanton nur noch eine einzige spezialisierte Praxis für Kinder, wie das Spital in einer Mitteilung schreibt. 
Für die neue Pädiatrie-Praxis mit eigenem Eingang konnte das Spital Regina Fölsing und Uwe Hofmann als Kinderärzte mit einem Pensum von 80 Prozent und 100 Prozent rekrutieren. 
  • Regina Fölsing ist Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin. Die deutsche Staatsangehörige arbeitete über 16 Jahre in der Kinderkardiologie und Neonatologie in verschiedenen bayerischen Kinderkliniken. Danach war sie fünf Jahre lang in Norditalien tätig. Seit 2014 arbeitet sie in der Schweiz für die Kinderarzthaus AG in Aarau.
  • Uwe Hofmann hat während rund 30 Jahren in verschiedenen Kinderkliniken in Deutschland gearbeitet. Zuletzt war er Stationsarzt in einem Zentrum für Neugeborene in Berlin. Seit 2014 arbeitet er in der gleichen Kinderarztpraxis wie Regina Fölsing in Aarau. 

Gesucht: Medizinische Praxisassistentinnen!

Zur Komplettierung des Praxisteams im Erdgeschoss des Haus 1 werden nun noch Medizinische Praxisassistentinnen (MPA) gesucht, steht in der Mitteilung weiter. Das Spital sei überzeugt, dass auch diese Lücke noch geschlossen werden kann.
Das Team der neuen Praxis wird von Montag bis Freitag ambulante Behandlungen und Visiten bei den Kindern im Spital durchführen. Zudem werden wie bisher die Neugeborenen routinemässig, nun aber an allen Werktagen untersucht. Darüber hinaus wird die Zusammenarbeit mit der Pädiatrie des Kantonsspitals Graubünden (KSGR) aufrechterhalten.
Die Anfang Juni eröffnende Praxis geht auf eine Leistungsvereinbarung mit dem Kanton zurück: Der Regierungsrat hatte im August 2017 eine Abgeltung von 160'000 Franken gesprochen.
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