Kaum ein Spital hat das von der Pandemie geprägte Rechnungsjahr mit schwarzen Zahlen abgeschlossen. Auch dem Freiburger Spital (HFR) verhagelte Covid-19 und das OP-Verbot für nicht dringliche Eingriffe das Ergebnis: So sank der Ertrag aus den stationären Leistungen um sechs Prozent, derjenige aus den ambulanten Leistungen um 2.3 Prozent. Insgesamt verkürzte sich der Betriebsertrag ohne kantonale Kostenübernahme um vier Prozent.
Auf der Aufwandsseite nahm anderseits der gesamte Betriebsaufwand mit 509,1 Millionen Franken im Vergleich zu 2019 um 3.25 Prozent zu. Der durch die Pandemie generierten Mehraufwand für Patienten betrug gegenüber der Vorjahresperiode rund 8,5 Millionen Franken, was einer Kostenzunahme von 9.12 Prozent entspricht.
Verlust wäre über 46 Millionen Franken gewesen
Zudem haben die Lohn- und Personalkosten im Vergleich zum Vorjahr um rund 16 Millionen respektive 4.9 Prozent zugenommen. Nebst der personalintensiven Pandemie als Hauptgrund nennt das Freiburger Spital kantonale Lohnvorgaben, die Anpassung der Arztverträge und die Umgliederung vom Honoraraufwand in die Lohnkosten.
Unter dem Strich fiel der Verlust mit 12,1 Millionen Franken ähnlich hoch aus wie in der Vorjahresperiode. Die Ebitda-Marge betrug 1.79 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr ist das ein halbes Prozent tiefer. Einen noch grösserer Verlust konnte das HFR, das 2020 verschiedene Sparmassnahmen in Gang setzte, nur dank dem Beitrag des Kantons verhindern. Insgesamt erhielt das Spital 34,2 Millionen Franken von der öffentlichen Hand, alleine für den Umsatzausfall rund 29 Millionen Franken. Ohne Kostenübernahme wäre das operative Ergebnis Minus 46,4 Millionen Franken gewesen.