Spitäler Schaffhausen: Spitaldirektor geht

Daniel Lüscher verlässt die Spitäler Schaffhausen. Unter anderem aus privaten Gründen. Wohin es ihn zieht, will er noch nicht verraten.

, 1. Oktober 2019 um 09:16
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Nach zweijähriger Tätigkeit beendet Daniel Lüscher per Ende März 2020 das Arbeitsverhältnis mit den Spitälern Schaffhausen. Am 1. März 2018 hatte Lüscher nach fünf Jahren als Chef beim Kantonsspital Obwalden als Direktor nach Schaffhausen gewechselt. 
«Eine neue, reizvolle Aufgabe sowie private Gründe haben Daniel Lüscher zu dieser Veränderung bewogen», teilt das Spital am Dienstag mit. Einzelheiten dazu werden «demnächst» kommuniziert. Auf Anfrage von Medinside wollte Daniel Lüscher dazu nicht mehr verraten. 
Der Betriebsökonom mit Jahrgang 1970 war mehrere Jahre im Human Resources (HR) tätig – als Personalleiter der Stadtpolizei Zürich, am Coop-Hauptsitz sowie als Leiter HR und Mitglied der Geschäftsleitung beim Schweizer Paraplegiker-Zentrum (SPZ). Derzeit absolviert der Health-Profi einen Doctor of Business Administration (DBA) an der britischen Middlesex Universität. 

Interimslösung «unumgänglich»

Unter Lüschers Leitung wurde das Projekt «Neu- und Umbau Kantonsspital Schaffhausen» weitergeführt sowie der Wechsel der Ärzte des Ärztezentrums Zenit zu den Spitälern Schaffhausen in die Wege geleitet, wie in der Mitteilung steht.  
Der Spitalrat und die Spitalleitung bedauern seinen Weggang und danken Lüscher bereits heute für sein Engagement für die Spitäler. Bis zu seinem Austritt nehme er seine Leitungsfunktion weiterhin wahr und führe die laufenden Projekte wie geplant weiter. 
Der Spitalrat wird die Nachfolgeplanung unverzüglich in die Wege leiten, wie die Spitäler Schaffhausen weiter mitteilen. Unter Berücksichtigung des Zeitbedarfs für den Wiederbesetzungsprozess und die Einhaltung der üblichen vertraglichen Kündigungsfristen werde eine Interimslösung «unumgänglich» sein. 
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