Neuer Direktor soll forensische Psychiatrie in Bern vorwärts bringen

Der neue Chefarzt kommt aus der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich. Er bringt Erfahrung in Hochsicherheitsforensik mit.

, 18. Februar 2026 um 10:04
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Johannes Kirchebner (44) ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie mit Schwerpunkt Forensische Psychiatrie und Psychotherapie. | PD
Johannes Kirchebner wird der neue Direktor der Forensischen Universitätsklinik der Universitären Psychiatrischen Dienste Bern (UPD). Gleichzeitig hat ihn die Universität Bern zum ausserordentlichen Professor für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie berufen.
Kirchebner wird im Mai die Nachfolge von Kristina Adorjan antreten. Sie leitete die Forensische Universitätsklinik seit März 2025 zusätzlich zu ihrer Funktion als Direktorin der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie sowie als Direktorin Lehre und Forschung interimistisch.
Die Professur für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie wurde neu geschaffen.
Claudio Bassetti, Dekan der Medizinischen Fakultät Bern, erklärt die erstmalige Besetzung zum «wichtigen Schritt» für den Medizinstandort Bern. «Die Professur fördert die Forschung und Lehre in einem wissenschaftlich und gesellschaftlich bedeutenden Fachgebiet.»
Johannes Kirchebner (44) ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie mit Schwerpunkt Forensische Psychiatrie und Psychotherapie. Derzeit ist er als Leitender Arzt an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich (PUK) tätig.
Er forschte zu den Zusammenhängen zwischen schweren psychischen Erkrankungen, insbesondere Schizophrenie, aggressivem Verhalten und Delinquenz. 2022 übernahm er die Leitung einer entsprechend ausgerichteten Forschungsgruppe an der Universität Zürich. Er hat die Gesamtverantwortung für den Hochsicherheitsbereich am Zentrum für Stationäre Forensische Therapie der PUK.
Ziel von UPD-Direktor Josef Müller ist es, die klinische Forensik an der UPD «auf ein Niveau zu führen, das in vielen Kantonen bereits etabliert ist».
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