KSBL wählt Projekt für Teilneubau – und legt es gleich auf Eis

«Architektonische Klarheit und funktionaler Flexibilität»: Das Kantonsspital Baselland hat das Siegerprojekt für den geplanten Teilneubau gewählt.

, 6. Juni 2025 um 02:58
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So könnte der Teilneubau des KSBL aussehen. Bild: zvg
Das Kantonsspital Baselland hat das Siegerprojekt für den geplanten Teilneubau am Standort Bruderholz gekürt: Das Projekt «Beletage» des Totalunternehmers HRS und des Architekturbüros Itten+Brechbühl setzte sich in einem zweistufigen Gesamtleistungswettbewerb gegen vier weitere Vorschläge durch.
Realisiert wird der Bau aber vorerst nicht: Bis 2026 steht noch ein übergeordneter Entscheid zur Zukunft der Standorte aus.

Umsetzung offen

Der geplante Neubau sollte unter anderem den bestehenden Bettenturm ersetzen und künftig Bettenstationen, Operationssäle, eine Dialyse sowie das Ambulatorium Nephrologie aufnehmen. Auch ein neuer Eingangsbereich mit Cafeteria ist vorgesehen. Die nicht betroffenen Gebäudeteile sollen saniert und weiter genutzt werden.
«Beletage» überzeugte die Jury mit architektonischer Klarheit, funktionaler Flexibilität und hoher Wirtschaftlichkeit, so die Mitteilung. Die räumliche Qualität, Übersichtlichkeit und Lichtführung in den Pflegegeschossen seien beispielhaft. Auch unter dem Stichwort «Healing Architecture» setze das Projekt Massstäbe.

Strategisches Abwarten bis 2026

Trotz überzeugendem Konzept wird das Projekt vorerst gestoppt. Grund ist die laufende Standortstrategie des Kantons Basel-Landschaft: Bis 2026 wird geprüft, ob das KSBL künftig auf einen zentralen Standort oder zwei bestehende Standorte (Bruderholz und Liestal) setzt. Beide Varianten gelten als realistisch.
Für KSBL-CEO Lukas Rist ist das Wettbewerbsergebnis dennoch ein strategischer Meilenstein: «Der Wettbewerb ist ein wichtiges Element zur Sicherung der Zwei-Standort-Variante. Mit der Pause behalten wir die nötige Flexibilität – je nach Entscheid kann der Neubau rasch realisiert oder vollständig sistiert werden.»
Die Hauptbauten des KSBL auf dem Bruderholz stammen aus dem Jahr 1973. Eine Machbarkeitsstudie hatte ergeben, dass ein Teilneubau mit Mitnutzung bestehender Flächen die sinnvollste Lösung wäre.
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