Wenn es um Künstliche Intelligenz geht, so befindet sich der Wissenschafts-Verlagsriese Wolters Kluwer definitiv im Zentrum der Entwicklung beziehungsweise des Sturms. Nun haben die Experten des niederländischen Konzerns ihre eigenen Analysen und Erwartungen zum KI-Jahr 2025 veröffentlicht – insbesondere im Bereich Gesundheitswesen, einem Haupt-Themengebiet des Informationskonzerns.
Konkret benennt Wolters Kluwer drei Felder, in denen die Künstliche Intelligenz dieses Jahr am meisten Dynamik entwickeln dürfte.
1. Mehr KI in den Arbeitsabläufen
Im letzten Jahr begannen viele Gesundheits-Unternehmen, AI-Hilfen beispielsweise für einfachere Berichte und Papierarbeit einzusetzen. Diese Entwicklung dürfte sich nun intensivieren, so die Studie: «Suchen Sie im Jahr 2025 nach weiteren Synergien und Ergänzungen zwischen Künstlicher Intelligenz und anderen Technologien, die als Verstärker für das Potenzial der KI dienen, um die Effizienz im klinischen Arbeitsablauf zu steigern, Burnout zu lindern und einen Mehrwert für Gesundheitssysteme zu schaffen.»
2. KI für Ausbildung und Mitarbeiter-Gewinnung
In den kommenden Monaten dürfte die Künstliche Intelligenz verstärkt helfen, neue Mitarbeiter in einer Klinik einzuführen oder überhaupt die nötige Ausbildung zu erlangen. Momentan werden beispielsweise viele Ausbildungs-Mittel und -Programme im Bereich Pflege entwickelt, die den Lernprozess unterstützen und wo Künstliche Intelligenz individuelles, persönliches Feedback gibt. Auch bei der Anpassung von Leitlinien und Protokollen (sowie deren Einführung) dürfte KI bald eine wichtige pädagogische Rolle spielen.
3. Mehr Patientensicherheit dank KI
Bislang konzentriert sich die KI-Debatte im Gesundheitswesen auf klinische Anwendungen. Laut dem Wolters-Kluwers-Paper gerät jetzt aber zunehmend die Patientensicherheit in den Fokus. Das heisst: Neue Programme werden helfen, die Patientendaten danach zu analysieren, ob Fehler in der Betreuung bestehen oder welche medizinische Schritte welche Risiken tragen.
Konkret: «Stellen Sie sich eine KI-‚Helfer-App‘ vor, die rund um die Uhr im Hintergrund arbeitet, um Fälle zu finden, wo Leistungserbringer einen potenziellen Test oder eine Therapie für einen Patienten vergessen oder – schlimmer noch – Medikamente illegal von Patienten abzweigen und möglicherweise Schaden anrichten.»