Ambulantisierung: Neues OP-Zentrum in Thun

Die Spital STS AG eröffnet 2027 ein Operationszentrum mit vier Sälen. Damit schafft sie zusätzliche Kapazitäten und verlagert ambulante Fälle aus dem Spital Thun.

, 12. Dezember 2025 um 09:30
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Der geplante AOZ-Standort (li.) und das STS-Spital Thun  |  Bild: Google Earth, bearb. Medinside.
Die Spital STS AG will in Thun ein neues ambulantes Operationszentrum eröffnen. Es soll auf 1’800 Quadratmetern Fläche zu vier voll ausgerüstete Operationssäle umfassen. Der Standort bei der Kunsteisbahn ist rund 500 Meter vom STS-Spital in Thun entfernt.
Konkret wird das STS-Ambulatorium eine Aldi-Filiale auf dem Dach des Parkhauses City Nord Grabengut ersetzen. Geplant ist, dass die Innenausbauten 2027 abgeschlossen sein werden.
Damit wird auch das 2020 eröffnete ambulante Operationszentrum am Spital Thun ausgelagert. Im Startjahr 2020 wurden im Thuner OP-Zentrum über 2’700 Patientinnen und Patienten ambulant behandelt, Ende 2024 waren es mehr als 5’500 – eine Verdoppelung innert fünf Jahren.
In einem unabhängiges Setting soll das OP-Zentrum nun mehr Wachstum ermöglichen. Die Spital STS AG wird am neuen Standort Grabengut in den nächsten Jahren rund zehn Millionen Franken investieren.
Geprüft wird, ob die Spital STS AG und die Spitäler FMI hier zusammenarbeiten; beide Spitalgruppen kooperieren bereits in verschiedenen Netzwerken.
  • Wie die Tessiner Kantonsspitäler 1300 stationäre Fälle verlagern wollen.

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