Weniger Spital-Infektionen dank diesem Roboter?

Ein neues Gerät erkennt Bakterien, tötet sie ab – und reinigt Patientenzimmer effizienter als das Personal.

, 22. April 2015, 13:49
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Der «germ-zapping robot» wurde von Medizinern in Houston entwickelt, vor zwei Jahren kam er erstmals zum Einsatz im Spitalbetrieb. Nun ergaben Vergleichsmessungen der Texas A&M University, dass das Gerät innert 12 Minuten etwa 70 Prozent der Bakterien in einem Spitalzimmer eliminieren kann.
Der Desinfektions-Roboter trägt an seiner Spitze eine mit Xenon gefüllte Lampe. Wenn diese elektrisch stark aufgeladen wird, bindet sie Bakterien-DNA und zerstört die Keime.
Die Forscher der A&M University verglichen nun die Effizienz des Roboters mit menschlicher Reinigungsarbeit. Ihr Fazit: Der elektronische Star-Wars-Verwandte schaffte es effizienter, Spitalräume zu desinfizieren.
Genauer: Wurde ein Patientenzimmer durchs Personal von Hand gereinigt, so verschwanden dabei 70 Prozent der Bakterien. Kam obendrein der UV-Putzroboter zum Einsatz, so stieg die Quote auf 90 Prozent.
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Wie der «Xenex»-Roboter Bakterien sichtbar macht (Bild: Texas A&M University)
Die Hoffnung bei diesem Projekt ist klar: Hier könnte eine neue, stärkere Waffe im Kampf gegen Spitalinfektionen anrollen, insbesondere gegen die «Superbugs». Obendrein könnte das Gerät das Pflegepersonal im Alltag massiv entlasten.
Allerdings schränken die Infektiologen in Houston auch ein: Der Reinigungsroboter könne letztlich nur eine Art Sicherheitsnetz sein, so Chetan Jinadatha, einer der Studienautoren.
«Es gibt nicht ein einzelnes Ding, welches das Problem der im Krankenhaus erworbenen Infektionen beseitigt. Aber wir werden es Schritt für Schritt lösen.»

 

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