Was die Krankenkassen in Liechtenstein am meisten kostet

Im «Ländle» stiegen die Gesundheitskosten 2014 deutlich weniger an als in den Jahren davor.

, 8. Juli 2015 um 13:04
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Das Amt für Statistik von Liechtenstein hat die Krankenkassen-Zahlen 2014 veröffentlicht. Erstaunlich: Die Leistungen, die über die Grundversicherung abgerechnet wurden, stiegen bloss um 1,3 Prozent; sie erreichten damit 166 Millionen Franken. Im Jahr davor, also 2013, hatten sich die Brutto-Leistungen noch um 14,5 Prozent erhöht.
Wie teilten sich die Kosten auf?

  • Ein Viertel stationäre Spitalkosten: Mit einem Betrag von 42,4 Millionen Franken entfielen ein Viertel der Bruttoleistungen auf stationäre Spitalkosten.
  • Ein Viertel für Praxis-Behandlungen: Die ärztlichen Behandlungen fielen mit einem Anteil von 24 Prozent und 39 Millionen Franken etwas tiefer aus. 
  • Gut ein Zehntel für ambulante Spitalkosten. Es folgen die ambulanten Spitalkosten mit 11,2 Prozent Anteil respektive 18,7 Millionen Franken brutto.
  • Gut ein Zehntel für Medikamente. Fast gleich hoch waren die  Zahlen bei den Arzneien – mit 18,6 Millionen Franken erreichte dieser Kostenblock ebenfalls 11,2 Prozent. 
  • Die restlichen 28 Prozent der Bruttoleistungen entfielen auf weitere Angebote beziehungsweise Leistungserbringer, etwa Physiotherapeuten, Apotheken und Chiropraktoren.

Die liechtensteinischen Versicherten bezahlten letztes Jahr durchschnittlich 2'952 Franken an Prämien für die obligatorische Krankenpflegeversicherung. Dies entspricht einem Anstieg des Prämienvolumens pro versicherte Person um 15,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies erklärt sich vor allem mit der Senkung des Staatsbeitrags an die Krankenpflegeversicherung um 49,5 Millionen Franken.


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