Swiss Medtech: Mit geballter Kraft

Die Fusion von Fasmed und Medical Cluster zu Swiss Medtech ist besiegelt. Der neue Branchenverband vertritt 1'350 Unternehmen mit fast 55'000 Mitarbeitenden.

, 13. Juni 2017, 07:55
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  • wirtschaft
Seit einem Jahr haben sich Fasmed und Medical Cluster, die beiden grössten Organisationen der Schweizer Medizintechnik, auf die Fusion zu Swiss Medtech vorbereitet. Nun haben sie sie an ihren Mitgliederversammlungen besiegelt. 
Die neue Verband vertritt die Interessen von rund 600 Mitgliedern, 1'350 Unternehmen, 54'500 Mitarbeitenden und einen Umsatz von 14 Milliarden Franken. Er engagiert sich «für eine hochwertige, sichere und zeitnahe Patientenversorgung, für den Erhalt der Wettbewerbs- sowie Innovationskraft der Branche und für die Stärkung des Heimmarkts». 
Swiss Medtech-Geschäftsführer ist Peter Biedermann. Nationalrat Urs Gasche und der Arzt Rubino Mordasini teilen sich das Präsidium im achtköpfigen Vorstand mit Vertretern aus Industrie, Medizin und Wissenschaft. 

Neue EU-Regulierungen

In 20 Fachgruppen erarbeiten Experten aus den Mitgliedsfirmen Strategien, Lösungen und Stellungnahmen zu Branchenthemen. Dabei geht es um den Auf- und Ausbau von Implantate-Registern, Tarifsystemen, dem E-Business mit Spitälern, spezifischen Aus- und Weiterbildungen sowie der Vermittlung von Best Practices. Ein Schlüsselvorhaben für die nächsten Jahre ist die Einführung der beiden neuen EU-Regulierungen MDR und IVDR und die damit verbundene Zusammenarbeit mit verschiedenen Bundesbehörden.

  • Zur SMTI-Branchenstudie

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