VR-Mitglied erhebt schwere Vorwürfe gegen das Spital Thun

Hans-Jörg Pfister wirft der Spitalleitung vor, Führungsgrundsätze und Gesetze verletzt zu haben. Er geht nun politisch gegen die Thuner Spitalgruppe STS vor.

, 13. Juni 2017, 07:49
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Hans-Jörg Pfister, Verwaltungsrat der Spitäler Thun und Zweisimmen (STS AG) und FDP-Grossrat, streitet sich seit einiger Zeit mit dem STS-Verwaltungsrat. Dies meldet die Zeitung «Der Bund».
Nun hat der Politiker einen Vorstoss im Kantonsparlament eingereicht. Der Unternehmer im Garten- und Landschaftsbau verlangt Massnahmen, damit in den regionalen Spitalzentren «elementare Führungsgrundsätze und gesetzliche Bestimmungen hinsichtlich der Geschäftsführung» eingehalten werden.

Fichen über Pfister erstellt

Laut Pfister ist das nicht der Fall. Das VR-Mitglied kritisiert etwa die Differenzen bei der Ernennung eines neuen Chefchirurgen. Die Rede ist auch von Falschaussagen im Zusammenhang mit der Schliessung der Geburtenabteilung in Zweisimmen.
Zudem droht dem Spital eine Fichenaffäre: Der Verwaltungsratspräsident liess laut dem Zeitungsbericht nämlich eine «Fiche» über Pfister erstellen. Darin sollen Aktivitäten und Äusserungen in den Jahren 2014 und 2015 festgehalten worden sein.

Pfister soll Verwaltungsrat verlassen

Pfisters Ziel sei es, aufzurütteln, damit Parlament und Regierung hinsähen. Der Politiker wartet nun den Entscheid des Grossen Rats ab. Wenn sein Vorstoss abgelehnt wird, will er juristische Schritte einleiten, wie er der Zeitung sagte. 
In diesen Tagen beschliesst die Regierung die neue Zusammensetzung des Verwaltungsrates. Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg (SVP) setzt offenbar nicht mehr auf Pfisters Dienste: nicht nur wegen des Zwists, Schnegg wolle grundsätzlich keine Grossräte in den Verwaltungsräten haben, heisst es. 
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