Spital Zollikerberg erzielt mehr Umsatz und mehr Gewinn

Das private Spital Zollikerberg hat im vergangenen Jahr erneut eine Ebitda-Marge von über zehn Prozent erreicht. Nun steht ein Führungswechsel bevor.

, 14. März 2022, 12:48
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Im Jahr 2021 hat das Spital Zollikerberg rund 11 560 stationäre Patienten behandelt Das sind 7.9 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Auch der ambulante Bereich legte zu: um 3.9 Prozent auf 58 970 Patientinnen und Patienten. Insgesamt steigerte das Spital den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 7.8 Prozent auf 175 Millionen Franken. 
Unter dem Strich hat dies zu einem Gewinn von über 5,5 Millionen Franken geführt, was 2,3 Millionen Franken mehr als im Jahr 2020 entspricht. Die Ebitda-Marge erreicht hohe 11.7 Prozent, ein Prozent höher als im Vorjahr. 

Jeder vierte Patient ist zusatzversichert

Beigetragen zum Ergebnis haben vor allem die stark gestiegenen Fallzahlen der Klinik für Innere Medizin, ein erneuter Geburtenrekord mit über 2 440 Neugeborenen sowie der mit 0.904 höhere Case Mix Index (CMI), wie das Spital mitteilt. Jeder vierte Patienten war zudem zusatzversichert. 
Auch für das Spital Zollikerberg war das Jahr 2021 ein von der Corona-Pandemie geprägtes Geschäftsjahr. Das Spital behandelte rund 300 Covid-Patienten stationär, davon 29 intensivmedizinisch. Das sind fast doppelt so viele wie im ersten Pandemiejahr 2020.

 Finanzchef übernimmt Spitaldirektion

Im Spital, das von der Stiftung Diakoniewerk Neumünster getragen wird, kommt es demnächst zu einem Führungswechsel: Spitaldirektorin Orsola Vettori geht in Pension und übergibt das Amt an Christian Etter, den bisherigen Finanzchef im Spital.
Die Juristin Vettori ist seit 2001 Direktorin und arbeitete zuvor unter anderem als Stabschefin des Gesundheits- und Umweltdepartements der Stadt Zürich. Vor einem Jahr ist sie an Brustkrebs erkrankt und hat sich in der Folge mehreren Behandlungen unterziehen müssen. 
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