Spitäler Schaffhausen: Mehr Umsatz, mehr Gewinn

Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Spitäler Schaffhausen den stationären Ertrag steigern. Bei den Kosten der baulichen Erneuerung muss das Spital noch einmal über die Bücher.

, 5. Mai 2020 um 07:45
image
  • spitäler schaffhausen
  • spital
  • jahresabschluss 2019
Die Spitäler Schaffhausen machten im vergangenen Geschäftsjahr fünf Prozent mehr Umsatz. Unter dem Strich erzielte die Spitalgruppe mit Kantonsspital, Reha, Pflege und Psychiatrie einen Gewinn von 8,2 Millionen Franken. Das sind rund zwei Millionen Franken mehr als noch im Vorjahr. 
Im Vergleich zum Jahr 2018 hat auch der stationäre Ertrag um 4,1 Millionen Franken zugenommen, wie die Spitäler Schaffhausen mitteilen. Massgeblich dazu beigetragen haben eine Zunahme der behandelten Fälle in den operativen Bereichen sowie die gestiegene Fallschwere.
image
Kennzahlen Spitäler Schaffhausen
Die Spitäler Schaffhausen bezeichnen das Jahr als «sehr erfolgreich», trotz des herausfordernden gesundheitspolitischen Umfelds und des sich wandelnden Gesundheitswesens. Das laufende Jahr bringe aber verschiedene Herausforderungen für die neuformierte operative Unternehmensführung mit Arend Wilpshaar, Markus Eberhard und Jürg Rahm mit sich, schreibt das Spital. 

Zu hohe Kosten: Baueingabe verschiebt sich

Nebst den Corona-Einbussen von monatlich mindestens 11 Millionen Franken nennt das Spital die «strukturellen Lohnerhöhungen», die ab dem Jahr 2021 durch die Spitäler getragen werden müssen. Dies sei problematisch, weil diese nur durch Einsparungen oder durch eine Mengenausweitung aufgefangen werden könnten. Entsprechende vorbereitende Schritte zur Kosteneindämmung seien im Gang.
Eine weitere Herausforderung für das Spital ist die bauliche Erneuerung: Eine externe Überprüfung zeigte, dass bei Kosten von etwas über 270 Millionen Franken die Finanzierbarkeit derzeit nicht gegeben sei. Das Vorprojekt werde nun überarbeitet, mit dem Ziel eines Kostendachs von 240 Millionen. Dadurch verschiebt sich die Baueingabe voraussichtlich vom zweiten bis ins vierte Quartal 2020.
  • Geschäftsbericht 2019
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

USZ macht Verlust von 49 Millionen Franken

Verantwortlich dafür sind unter anderem inflations- und lohnbedingte Kosten. Zudem mussten Betten gesperrt werden.

image

Auch das KSW schreibt tiefrote Zahlen

Hier betrug das Minus im vergangenen Jahr 49,5 Millionen Franken.

image

...und auch das Stadtspital Zürich reiht sich ein

Es verzeichnet einen Verlust von 39 Millionen Franken.

image

Kantonsspital Olten: Neuer Chefarzt Adipositaschirurgie

Urs Pfefferkorn übernimmt gleichzeitig die Führung des Departements Operative Medizin.

image

SVAR: Rötere Zahlen auch in Ausserrhoden

Der Einsatz von mehr Fremdpersonal war offenbar ein wichtiger Faktor, der auf die Rentabilität drückte.

image

Wie relevant ist das GZO-Spital? Das soll das Gericht klären.

Das Spital in Wetzikon zieht die Kantonsregierung vors Verwaltungsgericht – und will belegen, dass es unverzichtbar ist.

Vom gleichen Autor

image

Arzthaftung: Bundesgericht weist Millionenklage einer Patientin ab

Bei einer Patientin traten nach einer Darmspiegelung unerwartet schwere Komplikationen auf. Das Bundesgericht stellt nun klar: Die Ärztin aus dem Kanton Aargau kann sich auf die «hypothetische Einwilligung» der Patientin berufen.

image

Studie zeigt geringen Einfluss von Wettbewerb auf chirurgische Ergebnisse

Neue Studie aus den USA wirft Fragen auf: Wettbewerb allein garantiert keine besseren Operationsergebnisse.

image

Warum im Medizinstudium viel Empathie verloren geht

Während der Ausbildung nimmt das Einfühlungsvermögen von angehenden Ärztinnen und Ärzten tendenziell ab: Das besagt eine neue Studie.