Wenn Nachbarn zu Nothelfern werden

Clevere Idee: Die App PulsePoint hilft, Notfall-Patienten und Helfer rasch miteinander zu verbinden.

, 21. Oktober 2016 um 10:04
image
  • e-health
  • m-health
  • notfall
  • trends
PulsePoint ist eine App, die es ermöglicht, potenzielle Helfer per Smartphone zu orten. Nutzer, die sich per PulsePoint-App eingeloggt haben, erhalten im Falle eines akuten Herzinfarktes einer in der Nähe befindlichen Person eine Push-Nachricht – mit Ton. 
Darin werden der genaue Standort der Person und die Standorte der nächstgelegenen öffentlichen Defibrillatoren als Mitteilung gesendet. 
Die Daten kommen jeweils von einer Notruf-Zentrale, sodass im selben Moment bereits professionelle Hilfe losgeschickt werden kann. Auch kann der User per PulsePoint-App selbst Kontakt zur Notrufzentrale aufbauen.

App rettet Leben!

Angesprochen sollen durch die App vor allem Menschen, die qualifizierte Erste-Hilfe-Schulungen besucht haben und entsprechend trainiert und gewillt sind zu helfen – bis Ärzte und Notfallsanitäter eintreffen. 
Noch gibt es die App zwar nur in den USA, doch denkbar könnte so etwas in Zukunft auch für die Schweiz sein.
Dass die App funktioniert, zeigt die Geschichte von Stephen DeMont, wie der Nachrichtensender «Foxnews» berichtet. DeMont war vor einer Bushaltestelle in Seattle zusammengesackt. Der 60-Jährige lebt offenbar nur noch dank der Helfer-App.
Entwickelt im Jahr 2009, wird die App «Pulse Point» inzwischen in 2000 amerikanischen Städten und 28 Staaten genutzt. Die App selbst wurde in den USA von Richard Price entwickelt, einem Feuerwehrmann. Rund 900’000 Leute haben die App bereits heruntergeladen.
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Migros kippt Hörgeräte und Brillen aus dem Angebot

Nach nur vier Jahren verkauft die Migros ihre Misenso-Filialen. Hörgeräte und Brillen sind der Migros medizinisch zu spezialisiert.

image

Das «Time Magazine» ehrt noch einen Schweizer

Fidel Strub verlor seine rechte Gesichtshälfte an die Tropenkrankheit Noma. Seit Jahren kämpft er für deren Erforschung.

image

Die Schweiz hat einen weiteren Gesundheits-Hub

Mit an Bord ist auch das Kantonsspital St. Gallen. Entstehen sollen neue Produkte vor allem in den Bereichen Wearables, Gesundheitsmonitoring und Prävention.

image

Schneller gegen Schlaganfall: KSA und ETH entwickeln magnetischen OP-Roboter

Mit der neuen Technologie soll das Eingriffs-Tempo deutlich erhöht werden.

image

Luzern: Ende des Ärzte- und Pflegemangels in Sicht?

Im vergangenen Jahr wurden 10 Prozent mehr Bewilligungen für Gesundheitsberufe erteilt.

image

Erfolg für Jungunternehmen im Biotech- und Medtech-Bereich

Viele Start-Up-Unternehmen hatten letztes Jahr grosse Mühe, Investoren zu finden. Biotech und Medtech gehörten aber zu den Gewinnern.

Vom gleichen Autor

image

Arzthaftung: Bundesgericht weist Millionenklage einer Patientin ab

Bei einer Patientin traten nach einer Darmspiegelung unerwartet schwere Komplikationen auf. Das Bundesgericht stellt nun klar: Die Ärztin aus dem Kanton Aargau kann sich auf die «hypothetische Einwilligung» der Patientin berufen.

image

Studie zeigt geringen Einfluss von Wettbewerb auf chirurgische Ergebnisse

Neue Studie aus den USA wirft Fragen auf: Wettbewerb allein garantiert keine besseren Operationsergebnisse.

image

Warum im Medizinstudium viel Empathie verloren geht

Während der Ausbildung nimmt das Einfühlungsvermögen von angehenden Ärztinnen und Ärzten tendenziell ab: Das besagt eine neue Studie.