Prämien-Rückerstattungen: Wer wieviel erhält

In diesem Jahr erhalten die Krankenversicherten in 8 Kantonen Geld zurück. Was macht es für Sie aus? Hier die Liste.

, 18. Februar 2016 um 11:00
image
  • versicherer
  • bundesamt für gesundheit
Zwischen 1996 und 2013 bezahlten die Versicherten einiger Kantone im Vergleich zu den Leistungen zu hohe Krankenkassenprämien – in anderen Kantonen dagegen war die Summe zu tief. 
Dieses Ungleichgewicht wird zwischen 2015 und 2017 teilweise ausgeglichen.
Deshalb erhalten Versicherte in den «Über-Kantonen» dieses Jahr erneut Rückerstattungen – und zwar handelt es sich um insgesamt 188 Millionen Franken. Konkret geht diese Summe an die Versicherten der Kantone Zürich, Zug, Freiburg, Appenzell Innerrhoden, Graubünden, Thurgau, Tessin und Waadt. 
Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat nun die Höhe des Betrags berechnet, der dort jeweils einzelnen Versicherten 2016 zugute kommt.
image
Quelle: BAG, «Prämienausgleich 2016»
Die Krankenversicherer ziehen die Beträge von der Juniprämie ab oder zahlen sie separat an die Versicherten in den betreffenden Kantonen aus.
Bereits letztes Jahr erhielten die Versicherten derjenigen Kantone, in denen zwischen 1996 und 2013 zu hohe Prämien bezahlt wurden, Rückerstattungen und Prämienabschläge in der Höhe von insgesamt 254,7 Millionen Franken. Nächstes Jahr erhalten sie abschliessend weitere rund 363 Millionen.
Die 188 Millionen Franken setzen sich aus zwei Beträgen zusammen: 

  • Der Bund leistet 2016 einen Beitrag von 88,7 Millionen Franken, der in Form einer «Prämienrückerstattung» an die Versicherten ausbezahlt wird.
  • Die Versicherten mit Wohnsitz in den Kantonen, in denen in der Vergangenheit zu tiefe Prämien bezahlt wurden, finanzieren zusammen die restlichen 99,3 Millionen Franken; dazu wird bei ihnen im laufenden Jahr ein monatlicher Prämienzuschlag erhoben. 
Dieser Zuschlag wird in Form eines «Prämienabschlags» an die Versicherten mit Wohnsitz in jenen Kantonen ausbezahlt, in denen zuvor zu hohe Prämien bezahlt wurden.


Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image
Gastbeitrag von Andri Silberschmidt

Digitalisierung: Jetzt können wir die PS auf den Boden bringen

Wenn es um Digitalisierung geht, wird zuviel über Fax und EPD diskutiert – und zu wenig über Prozesse. Höchste Zeit, das zu ändern.

image

Krankenkassen und Ärzte wollen keine Regulierung für Netzwerke

Der Krankenkassen-Verband Curafutura fürchtet Mehrkosten und Bürokratisierung.

image

Die Menschen fühlen sich so gesund wie vor Corona

Die Covid-Turbulenzen konnten der gesundheitlichen Selbstsicherheit von Herrn und Frau Schweizer wenig anhaben: Dies besagen neue Daten.

image

Krankenkassen wollen keine Zahn-Kontrollen zahlen

Der Verband Curafutura stemmt sich gegen das Ansinnen, dass die Grundversicherung Dolmetscher-Dienste, Zahn-Vorsorge und DH berappen soll.

image

Bundeskasse statt Krankenkasse: 40 Prozent liebäugeln mit einer Gesundheitssteuer

Und die Idee einer Einheitskasse hätte jetzt offenbar eine Mehrheit in der Bevölkerung – so eine neue Erhebung.

image

Krankenkassen zahlen neu vorsorgliche Brustentfernung

Frauen mit Hochrisikogenen können sich künftig auf Kosten der Krankenkasse die Brüste oder den Eierstock entfernen lassen.

Vom gleichen Autor

image

Kantone haben die Hausaufgaben gemacht - aber es fehlt an der Finanzierung

Palliative Care löst nicht alle Probleme im Gesundheitswesen: … Palliative Care kann jedoch ein Hebel sein.

image

Brust-Zentrum Zürich geht an belgische Investment-Holding

Kennen Sie Affidea? Der Healthcare-Konzern expandiert rasant. Jetzt auch in der Deutschschweiz. Mit 320 Zentren in 15 Ländern beschäftigt er über 7000 Ärzte.

image

Wer will bei den Helios-Kliniken einsteigen?

Der deutsche Healthcare-Konzern Fresenius sucht offenbar Interessenten für den Privatspital-Riesen Helios.