Physiotherapeuten schicken dicke Post nach Bern

Vernehmlassung extrem: Rund 8'000 Personen nahmen Stellung zum geplanten Tarifeingriff in der Physiotherapie.

, 23. Juni 2017, 10:15
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Bekanntlich tobt eine Art Tarmed-Streit auch im Physio-Bereich. Hier sorgte eine Patt-Situation letztes Jahr dafür, dass die alte Tarifstruktur im September auslief. Der Bundesrat reagierte dann im März und legte eine neue Struktur vor, die ab Januar 2018 gelten soll.
Physioswiss liess es im gut-schweizerischen Vernehmlassungsverfahren aber nicht mit einer formellen Verbandsantwort bewenden. Mitte Mai forderte der Verband der Physiotherapeuten seine Mitglieder auf, gleich selber dem BAG beziehungsweise dem Bundesrat eine eigene Einschätzung der geplanten Tarifstruktur zukommen zu lassen.
Offenbar mit Erfolg. Wie Physioswiss jetzt bekannt gibt, haben bis heute 8'000 Personen den ablehnenden Kommentar – in der Vorlage des Verbandes – nach Bern versandt.
Physioswiss moniert darin – ähnlich den Ärzten in der Frage ihres ambulanten Tarifs –, dass der Bundesrat den Tarifeingriff als Mittel zur Kostenkontrolle mussbrauche. Der Behandlungsbedarf der Patienten werde nicht berücksichtigt und die interprofessionelle Zusammenarbeit werde weiterhin nicht entschädigt.
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