«Sei freundlich. Lies mehr Bücher… Der Rest sind Details»

Von sterbenden Kindern lernen: Ein Pädiater fragte seine kleinen Palliativpatienten, was ihnen wichtig war im Leben. Die Antworten teilte er nun mit der Welt via Twitter.

, 8. Februar 2018, 14:00
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  • palliativmedizin
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Was hast du in deinem Leben am meisten genossen? Was hat deinem Leben Sinn gegeben? Der südafrikanische Pädiater Alastair McAlpine fragte seine kleinen Palliativpatienten, nach dem, worauf es ihnen wirklich ankam. Über die Antworten staunte er: «Wisst ihr, Kinder können so weise sein», teilte er seinen 20'000 Followern auf Twitter mit.
Und dann schilderte er die stärksten Erfahrungen.
Der Bericht aus Kapstadt mündet in klaren Anweisungen an die Grossen – und die Grossen hören zu. McAlpines Thread zieht nun, hunderttausendfach geteilt, um die Welt.
Zunächst fragte der Arzt die Kinder, was in ihrem Leben nicht von Bedeutung war:
  • Keines der Kinder wünschte sich, mehr Fernsehen geschaut zu haben.
  • Keines der Kinder hätte gerne mehr Zeit auf Facebook verbracht.
  • Keines der Kinder hätte sich gerne mit anderen Kindern gestritten.
  • Keines der Kinder mochte das Spital.
Viele der Kinder erwähnten ihre Haustiere: 

  • «Ich liebe Rufus, sein lustiges Bellen bringt mich zum Lachen.»
  • «Ich liebe es, wenn Ginny sich an mich kuschelt und schnurrt.»
  • «Am glücklichsten war ich, als ich Jake am Strand reiten durfte.»

Viele der Kinder erzählten auch, dass sie sich Sorgen um ihre Eltern machen würden:

  • «Ich hoffe, Mama geht es gut. Sie scheint so traurig zu sein.»
  • «Papa muss sich keine Sorgen machen. Er wird mich bald wiedersehen.»
  • «Wenn ich gegangen sein werde, wird sich Gott und Mama und Papa kümmern.»
Alle sagten, dass sie Bücher und Geschichten geliebt haben. Viele blickten zurück und fanden, sie hätten sich weniger sorgen sollen, was andere von ihnen dachten. 


  • «Meinen wirklichen Freunden war es egal, als meine Haare ausfielen.»

Die Kinder äusserten vor allem positiv über jene Menschen, die sie normal behandelt hatten.
Freundlichkeit – «kindness» – war eine der wichtigsten Haltungen für die Kinder. Und alle, alle betonten die Bedeutung der Familie.
Und so zieht der Kinderarzt aus Südafrika ein wunderbar klares Fazit aus dem, was ihn die Patienten lehrten:
«Sei freundlich. Lese mehr Bücher. Verbring deine Zeit mit der Familie. Sei witzig. Geh an den Strand. Umarme deinen Hund. Sag jemand Speziellem, dass du ihn liebst.»
Das seien die Dinge, welche die Kinder gern noch mehr gemacht hätten.
«Der Rest sind Details.»
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