KSBL Bruderholz: Es kommt zum Showdown

Das Komitee «Ja zum Bruderholzspital» zieht seine Initiative nicht zurück. Die Regierung sei dem Anliegen einer dichten Grundversorgung nicht genügend entgegengekommen.

, 8. Februar 2017, 08:23
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Wird sie zurückgezogen? Oder doch nicht? Oder doch wieder? In den vergangenen Monaten gab es mal das eine, mal das andere Signal zur Initiative «Ja zum Bruderholzspital». Im Hintergrund stand, dass das Initiativkomitee in Gesprächen mit der Kantonsregierung versuchte, eine Lösung für die medizinische Grundversorgung im Baselbiet zu finden. 
Aber: Die Regierung habe nicht genügend Zugeständnisse gemacht, findet das Komitee nun – «Zugeständnisse im Sinne der Weiterführung der stationären Grundversorgung im Kantonsspital Bruderholz und im Spital Laufen». 
Damit ist klar, dass das Anliegen zur Abstimmung kommen wird. Man gebe der «Hoffnung Ausdruck, dass der Abstimmungskampf sachlich und fair verlaufen wird», schreibt Komitee-Präsident Steffen Herbert in einer Mitteilung. 

Befürchtet: Negativrekord bei Bettenzahl

Es treffe zwar zu, dass das Bruderholzspital nach den Planentwicklungen in den letzten Monaten wieder etwas aufgewertet worden wäre, «vor allem mit der geplanten Zentralisierung der Orthopädie». Dies betreffe aber nicht das Kernanliegen der Initiative.
«Die Bettendichte liegt in Baselland auch mit dem Bruderholzspital schon leicht unter dem schweizerischen Durchschnitt», argumentieren die Initianten weiter. «Nach Aufgabe der Grundversorgung im Bruderholzspital und in Laufen würde es mit grosser Wahrscheinlichkeit zum bettenärmsten Kanton der Schweiz werden und sich eine grosse Abhängigkeit gegenüber den umliegenden Kantonen einhandeln.» 
Die Abstimmung findet nun voraussichtlich im Mai statt.
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