Krebsliga: Robert-Wenner-Preis für EPFL-Forscher

Michele De Palma erhielt die 100'000-Franken-Auszeichnung für seine Forschung zu den Wechselwirkungen in der Tumorumgebung.

, 1. Dezember 2017, 08:55
image
  • onkologie
  • forschung
  • personelles
Die Krebsliga Schweiz verleiht den Robert-Wenner-Preis für junge Forschende an Michele De Palma. Mit seinen Untersuchungen habe De Palma zum besseren Verständnis der komplexen Wechselwirkungen in der Tumorumgebung beigetragen, erklärt der Verband.
Der Preis ist mit 100'000 Franken dotiert. Michele De Palma zeigte in seinen Forschungen auf, dass die Blutversorgung von Krebszellen und die Immunantwort der Nachbarzellen eng miteinander verknüpft sind – enger, als zuvor angenommen.

Preis für Thomas Hoepli

Der Biologe Michele De Palma forscht an der École Polytechnique Fédérale EPFL in Lausanne. Dort hat er schon während seiner Doktorarbeit eine neue Klasse von Immunzellen – die TE-Makrophagen – entdeckt, die aufgrund der Botenstoffe, die sie absondern, die Blutgefässbildung fördern. Weil TEMs gleichzeitig auch immunsuppressiv wirken, gelten sie als wichtige neue Angriffsziele im Kampf gegen Krebs.
Die Verleihung des Robert-Wenner-Preises fand gestern in Bern statt. Zugleich zeichnet die Krebsliga Schweiz Thomas Hoepli für die Gründung der Stiftung Swiss Bridge aus: Sie verlieh ihm den mit 5'000 Franken dotierten Anerkennungspreis für die erfolgreiche Zusammenarbeit im Bereich der Forschungsförderung. Dank Hoeplis unermüdlichem Wirken habe sich der Swiss-Bridge-Award als Förderinstrument von kompetitiver Krebsforschung auf europäischem Niveau bestens etabliert.
Der 1979 verstorbene Basler Gynäkologe Robert Wenner stiftete den gleichnamigen Preis zur Förderung herausragender Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler im Bereich der Krebsforschung. Die Krebsliga verleiht den Robert Wenner-Preis seit 1983 in jährlichem bis zweijährlichem Abstand. Die Preisträger im Alter von unter 45 Jahren erhalten 100'000 Franken, – 80 000 Franken als Beitrag an ein laufendes Forschungsprojekt und 20 000 Franken zur freien Verfügung.
Artikel teilen

Loading

Comment

Home Delivery
2 x pro Woche. Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Krebstherapie: St. Galler Forscher erzielt Durchbruch

Lukas Flatz hat gemeinsam mit seinem internationalen Team eine neue, bedeutende Methode entwickelt, um Krebsantigene bei Immuntherapie-Patienten zu erkennen.

image

Blutvergiftung: Experten geben nationalen Aktionsplan bekannt

Just zum Welt-Sepsis-Tag von heute Dienstag lanciert ein Schweizer Experten-Gremium einen Aktionsplan, der die Behandlung von Menschen mit Sepsis verbessern soll.

image

Curafutura muss neuen Präsidenten suchen

Josef Dittli tritt als Präsident des Krankenversichererverbands Curafutura zurück.

image

Neuer medizinischer Direktor für das Hôpital Riviera-Chablais

Salah Dine Qanadli wird neuer ärztlicher Direktor beim Hôpital Riviera-Chablais. Er folgt auf Bernard Vermeulen.

image

Spital Einsiedeln: Chefarzt kehrt zurück

René Knollmann wird erneut Chefarzt der Klinik für Innere Medizin im Ameos-Spital Einsiedeln.

image

Hirslanden: Neue Direktorin in Cham

Die Pflegefachfrau Yvonne Hubeli wechselt von der Hirslanden Klinik Aarau nach Cham. Und auch in der Luzerner Klinik St. Anna kommt es zu einem Wechsel an der Spitze.

Vom gleichen Autor

image

Brust-Zentrum Zürich geht an belgische Investment-Holding

Kennen Sie Affidea? Der Healthcare-Konzern expandiert rasant. Jetzt auch in der Deutschschweiz. Mit 320 Zentren in 15 Ländern beschäftigt er über 7000 Ärzte.

image

Wer will bei den Helios-Kliniken einsteigen?

Der deutsche Healthcare-Konzern Fresenius sucht offenbar Interessenten für den Privatspital-Riesen Helios.

image

Deutschland: Investment-Firmen schlucken hunderte Arztpraxen

Medizin wird zur Spielwiese für internationale Fonds-Gesellschaften. Ärzte fürchten, dass sie zu Zulieferern degradiert werden.