Krankenkassen lehnt lebensnotwendige Therapie ab - junge Schweizerin kämpft ums Überleben

Der Fall einer jungen Zürcherin bewegt - und befeuert die Debatte um exorbitante Medikamentenkosten.

, 11. Januar 2019 um 10:54
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Die 31-jährige Bettina Rimensberger aus dem Kanton Zürich leidet an spinaler Muskelatrophie. Die genetische Krankheit ist bei der 31-jährigen Doktorandin weit fortgeschritten. Seit 15 Jahren kann sie nicht mehr normal essen. Neben Augen und Mund kann sie nur noch ihren linken Zeigefinger bewegen.  Täglich sind zudem mehrere Stunden Therapie notwendig. Doch die Kraft schwindet weiter.Ein neues Medikament könnte die Krankheit stoppen und für Verbesserung sorgen. Das Problem: Eine Einzeldosis kostet 90'000 Franken. Im ersten Behandlungsjahr sind sechs Dosen notwendig, in den Folgejahren jeweils noch zwei.
Für die Krankenkasse ist das zuviel. Sie hat die Kostenübernahme abgelehnt. Rechtlich ist sie nicht dazu verpflichtet. Deshalb sucht die Betroffene Frau zusammen mit Angehörigen und Freunden nun in einem Video nach Spendern, damit sie die dringend notwendige Behandlung dennoch bekommt.
Weiter Infos zum Crowdfunding unter bettina-will-leben.ch
 
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