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Interprofessionelles Netzwerk-CAS im Gesundheitswesen

Seit 2019 gibt es an der HWZ das CAS-Studium «Interprofessionelles Leistungs- und Tarifmanagement in Health Care». Der berufsbegleitende Studiengang setzt sich mit den komplexen Pricing- und Vergütungsfragen im Gesundheitswesen auseinander.

, 30. April 2019 um 22:00
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Denn die aktuellen Veränderungen in der Versorgungsstruktur und personalisierte Behandlungen benötigen neue, innovative Lösungen. Infonlinemed hat sich mit Thomas Meyer, dem Leiter des Studiengangs und Geschäftsführer der Mendo Sana AG unterhalten.
Herr Thomas Meyer, Sie leiten den Studiengang «CAS – Interprofessionelles Leistungs- und Tarifmanagement in Health Care». Wieso haben Sie diesen Studiengang entwickelt?
Wir stellten bei einer grossangelegten Bildungsbedarfsumfrage fest, dass die Spannungsfelder zwischen Stakeholdern im Gesundheitswesen bei der Beurteilung von Vergütungsfragen stark zugenommen haben. Einerseits aufgrund der komplexen Tarif- und Vergütungsmechanismen, andererseits aber insbesondere durch ein mangelndes Verständnis unterschiedlicher Rollen, Positionen, Blickwinkel und Herausforderungen.
Gleichzeitig ist eine Transformation zu einer patientenzentrierten Gesundheitsversorgung im Gange mit immer personalisierteren Behandlungssettings. Dadurch stellen sich bei den Stakeholdern neue Abgeltungsfragen.
Welche acht Marktführer aus dem Gesundheitswesen sind in den Studiengang involviert und wie wurden sie ausgewählt?
Wir unterscheiden zwischen den Gründungspartnern und Praxispartnern. CSS, Inselspital, Unispital Basel, Zur Rose, MediService, Roche, Novartis, Roche Diagnostics und Monvia haben den Studiengang in Bezug auf die Handlungskompetenzen und Inhalte mitentwickelt und sind Mitglieder der CAS-Steuerungsgruppe. Es sind Firmen, die untereinander bereits Netzwerkkontakte unterhalten und sich im Zuge der Bildungsanalyse sehr initiativ und kooperationswillig zeigten. Sie haben auch bei der Entwicklung der Studientouren und Bereitstellung von Praxis-Dozierenden ihr Netzwerk sowie ihre Ressourcen in bedeutender Form eingebracht. Unterstützt werden wir bei unseren Talk-Formaten im Aufbaustudium zudem auch in sehr wertvoller Weise von bekannten Branchenplayern, welche die Gelegenheit nutzen, ebenfalls ihre Sicht der Dinge in ausgewählten Formaten einzubringen und den Stakeholder-Dialog bereichern.
Wie werden die Studierenden bei den Praxispartnern involviert?
Die Auswahl der Studientour-Inhalte wird wie erwähnt mit den involvierten Firmen zusammen im CAS-Steuerungsboard definiert. Daneben sind die Studierenden auch aufgefordert, ihre eigene Sicht in den Multi-Stakeholder-Dialog einzubringen. Die Studientour-Partner binden die Erfahrungen der Studierenden bei der Analyse von Problemstellungen und der Entwicklung von Lösungsmöglichkeiten aktiv ein, womit ein gegenseitiges Lernfeld im Sinne des Corporate-Learnings eröffnet wird. So ergibt sich auch ein Mehrwert für die beteiligten Partner. Da pro Studientour-Tag bis zu 10 Dozierende der Praxispartner im Einsatz stehen, ergibt sich stets ein sehr breites Themen-Feld. Selbstverständlich passen wir die Inhalte regelmässig an bzw. entwickeln diese weiter. Im Vergleich zum Pilot-Studiengang haben wir so bereits fünf neue Themenfelder erschlossen, beziehungsweise neue Praxispartner haben diese eingebracht.
Welche Kompetenzen fördern sie bei den Studierenden?
Wir fördern vor allem die Kompetenzen, die von den beteiligten Firmen im Arbeitsmarkt gesucht werden. Generell erweitern die Studierenden Ihr System- und Prozessverständnis. Durch das Verstehen der divergierenden Stakeholder-Herausforderungen fällt es Ihnen leichter einen Perspektivenwechsel zu vollziehen und so kreative Lösungen in Ihren Handlungsspielräumen zu finden. Lösungsorientierte Kommunikation, Dialogfähigkeit und Networking sind weitere wichtige Punkte, die zu den Grundpfeilern unserer CAS-Weiterbildung gehören. Mehr erfahren Sie auch auf dem Blog, den unsere Studierenden führen.

  • Nächster Informationsanlass: 27.11.2020

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