Indischer Homöopathie-Riese will in die Schweiz expandieren

Der weltweit grösste Homöopathie-Klinik-Betreiber «Dr. Batra’s» plant eine Klinik in der Schweiz – inmitten der Diskussion um komplementär-medizinische Leistungen.

, 11. April 2016, 12:00
image
  • praxis
  • spital
  • komplementärmedizin
  • medikamente
Der auf Homöopathie spezialisierte Klinik-Betreiber «Dr. Batra's» betreibt in Indien knapp 220 Kliniken. Dort ist «Dr Batra's Healthcare» eine weitherum bekannte Marke.
Seit Ende 2015 will «Dr. Batra's» den Expansionskurs insbesondere im Ausland vorantreiben. Wie jetzt bekannt wurde, umfassen die Expansionspläne auch zumindest eine Niederlassung in der Schweiz. Dies sagte Firmenchef Mukesh Batra gegenüber der indischen Nachrichtenagentur PTI (siehe auch «India Info» und «Economic Times India»); der Schritt in die Schweiz ist Teil eines Expansionsplanes, in dem bis Ende 2017 zehn Kliniken im Ausland errichtet werden sollen.
Gründer Netzwerkes ist der 65-jährige indische Homöopath Mukesh Batra. Der Fokus des Angebots  des Unternehmens mit Hauptsitz in Mumbai liegt auf Komplementärmedizin gegen ein breites Spektrum von Krankheiten, wobei die Marke auch zahlreiche eigene Arzneimittel im Angebot hat, etwa gegen Haarausfall, Akne oder Psoriasis. 
Ausserhalb des Heimatlandes Indien hat Dr. Batra's mehrere Niederlassungen in der Golfregion eröffnet, und in Europa ist das Unternehmens bereits mit einer Klinik in London präsent.

Komplementär-Medizin: definitiv kassenpflichtig?

Es ist wohl als Zufall zu werten, dass in der Schweiz derzeit Diskussionen laufen, dass Leistungen der Komplementärmedizin definitiv von der obligatorischen Krankenkasse bezahlt werden müssen – auch wenn der Nachweis für die Wirksamkeit weiterhin fehlt. 
Das Eidgenössisches Departement des Innern (EDI) schickt die entsprechenden Verordnungsanpassungen laut einer Mitteilung bis am 30. Juni 2016 in die Anhörung.
Seit 2012 bezahlt die obligatorische Krankenversicherung ärztliche Leistungen der anthroposophischen Medizin, der traditionellen chinesischen Medizin, der ärztlichen Homöopathie und der Phytotherapie. 
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Freiburger Spital muss Operationen verschieben

Das Freiburger Spital HFR sieht keine andere Lösung mehr: Weil alle Betten ausgelastet sind, verschiebt es nicht dringende Eingriffe.

image

Die Rega scheitert im Wallis an Air Zermatt und Air Glacier

Der Kampf der Rettungs-Unternehmen um den Walliser Luftraum ist entschieden: Die Rega erhält keinen Auftrag.

image

Nun macht auch Team der Uroclinic in Wetzikon mit

Die Urologieabteilungen des Zürcher Unispitals und des GZO Spitals Wetzikon nehmen einen dritten Partner auf: Die Uroclinic Wetzikon.

image

Bernerin erhält Geld für ihre Medikamenten-Forschung

Eine Apothekerin am Inselspital untersucht, wer nach einer Spitalbehandlung Probleme wegen Arzneimitteln bekommen könnte.

image

Dieses Foto aus dem Zürcher Kinderspital holt einen Preis

Ein Bild der Fotografin Barbora Prekopová vom Kinderspital Zürich erhält die Auszeichnung als «bestes PR-Foto des Jahres 2022».

image

José Oberholzer auf dem Sprung in die Schweiz?

Der Chirurg José Oberholzer soll angeblich die Funktion als neuer Klinikdirektor der prestigeträchtigen Transplantations-Chirurgie am Zürcher Unispital übernehmen.

Vom gleichen Autor

image

Ärzte erhalten von Ärzten eine Sonderbehandlung

Ärzte als Patienten kriegen bestimmte Privilegien, die andere Patienten oder Patientinnen nicht erhalten würden. Dies sagt die grosse Mehrheit der in einer Studie befragten Ärzte.

image

Insel Gruppe: Chefarzt Stephan Jakob gibt Leitung weiter

Joerg C. Schefold übernimmt die Klinikleitung der Intensivmedizin am Berner Inselspital. Er folgt auf Stephan Jakob, der in Pension gehen wird.

image

Ärzte greifen während Arbeit zu Alkohol und Drogen

Da die Belastung im Gesundheitswesen hoch ist, erscheinen offenbar Ärzte sogar betrunken oder high zur Arbeit. Dies zumindest geht aus einer Umfrage aus den USA hervor.