Etwas mehr Nachwuchs in Anästhesie-, Intensiv- und Notfallpflege

Beim Mangel in der spezialisierten Pflege wirken die Zahlen allerdings wenig tröstlich.

, 1. Juni 2017, 09:56
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  • pflege
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Im letzten Jahr gab es mehr Studienanfänger fürs Nachdiplomstudium HF in Anästhesie-, Intensiv- und Notfallpflege AIN: Im Vergleich zu 2015 begannen 2 Prozent mehr junge Menschen solch eine Ausbildung.  Dies geht aus der jährlichen Datenerhebung von OdASanté hervor.
Die Zahl der bestandenen AIN-Diplomexamen blieb in etwa stabil: 2015 waren es 442 gewesen, 2016 lag die Zahl dann bei 447.
Die Abbruchquote sank im Vergleich zu 2015 leicht, sie betrug im letzten Jahr 16 Prozent. Die häufigsten Gründe, die zu einem Abbruch der Weiterbildung führen, waren:

  • ungenügende fachliche Leistungen;
  • wiederholtes Nichtbestehen der Semesterqualifikation.
Die Wiederholungen von Diplomexamen gingen leicht zurück, von 72 im 2015 auf 61 im 2016. Für einen Teil der Studierenden biete die Diplomarbeit eine Herausforderung, interpretiert OdASanté. Insgesamt blieb die Misserfolgsquote letztes Jahr stabil (2015: 41; 2016: 43). Die Zahl der definitiv nicht bestandenen Diplomexamen lag unter 2 Prozent.


  • OdASanté-Datenerhebung 2016: Zahlen der Bildungsanbieter Nachdiplomstudium HF Anästhesie-, Intensiv-, Notfallpflege, Mai 2017.

Rettungssanitäter und Hebammen: Schwankendes Interesse

Die Zahl der zur AIN-Weiterbildung zugelassenen Rettungssanitäter steigt zwar, sie blieb aber gering: 2016 schlugen 12 Rettungssanitäterinnen und -Sanitäter diesen Weg ein, wobei sie sich mehrheitlich für Anästhesiepflege interessierten. Für Hebammen scheint die AIN-Weiterbildung nach wie vor keine Option darzustellen: Letztes Jahr gingen keine Anmeldungen ein.
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