Die FMH hat erstmals über 40'000 Mitglieder

Die Ärzteverbindung meldet in ihrem Jahresbericht 2015 rote Zahlen – allerdings war das Defizit geringer als budgetiert.

, 6. April 2016, 15:28
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Die Ärzteverbindung FMH bot im letzten Jahr durchschnittlich 82 Vollzeitstellen – 5 mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der Mitglieder stieg um 1'709, womit die Grenze von 40'000 FMH-Mitgliedern erstmals in der Geschichte der Ärzteorganisation überschritten wurde.
Dies geht aus dem Jahresbericht hervor, den die FMH am Mittwoch veröffentlicht hat. Die Erfolgrechnung weist dabei einen Verlust von 574'000 Franken aus – dies nach einem Vorjahresgewinn von 419'000 Franken. Gegenüber dem Budget war dies allerdings ein Fortschritt: Ursprünglich hatte die FMH ein Minus von 1,61 Millionen Franken kalkuliert.
Dies bei Erträgen von 29,5 Millionen Franken, wovon 21,3 Millionen Franken aus den Mitgliederbeiträgen stammten.

Zum Geschäftsbericht 2015 der FMHZum Geschäftsbericht 2015 des SIWF

Laut dem Bericht des Generalsekretariats war die Stabilisierung des Budgets ein prägendes Thema das vergangenen Jahres, insgesamt 141 Massnahmen seien ausgearbeitet worden. «Ein finanzielles Gleichgewicht zwischen den getätigten Ausgaben und Projekten sowie den generierten Einnahmen ist notwendig, damit die FMH weiterhin als bedeutende und glaubwürdige Partnerin des Gesundheitssystems tätig sein kann», so die Erklärung: «Denn nur mit der Strategie einer ausgewogenen Finanzlage kann gewährleistet werden, dass sich die FMH auch in Zukunft auf ihre Kernaufgaben konzentrieren und deren Umsetzung sicherstellen kann.»
Die 200-köpfige Ärztekammer setzte daher letztes Jahr eine Task-Force ein, die Sparmöglichkeiten prüfen und das Dienstleistungsangebot unter die Lupe nehmen sollte. Das Gremium liess auch von der Auditing-Gesellschaft KPMG eine Analyse erstellen.
Ebenfalls besser als budgetiert fielen die Zahlen beim Institut für ärztliche Weiter- und Fortbildung SIWF aus: Mit einem Verlust von 330'000 Franken lag das Minus deutlich unter dem Budget von 921'000 Franken. Für 2016 budgetiert das SIWF nochmals rote Zahlen – im Umfang von 703'000 Franken.
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