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Cloud Computing im Spital – der Weg ist das Ziel

Gewachsene IT-Strukturen, persönliche Präferenzen und zu wenig Digitalisierungswissen: Die Digitalisierung des Spitals stellt eine wachsende Herausforderung dar. Eine Menge Potenzial für eine Komplexitätsreduktion der Prozesse liegt dabei in der Cloudifizierung der Spitalarchitektur.

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Redundanzen abschaffen, Effizienz gewinnen 

Nicht selten besteht die IT-Infrastruktur von Spitälern aus gewachsenen Legacy-Anwendungen mit einer Vielzahl an Systemen und hunderten Anwendungen, teilweise mit redundanten Funktionen. Eine vollständige Übersicht über die gesamte Architektur und ihre Möglichkeiten ist – insbesondere im Spitalalltag – kaum möglich. Architektur bietet hier die Möglichkeit Ordnung in den IT-Dschungel zu bringen und genau die Strukturen sowie Kostentransparenz zu etablieren, um letztendlich gefragte Technologien wie zum Beispiel Cloud-Computing mit einem Mehrwert für Mitarbeiter aber auch Patienten umzusetzen. 

Warum Cloud Computing?

Die Nutzung einer Cloud bietet sowohl aus architektonischer Sicht als auch aus Nutzer-Perspektive viele Vorteile. Ihre Architektur funktioniert in Schichten: Da gibt es die Benutzeroberfläche (Frontend), die dahinterliegenden Daten, die Logik der Abläufe, die konkrete Technologie und den Speicher. Die Cloud abstrahiert die Technologie und ermöglicht durch die technologische Einheit eine Standardisierung, auf deren Fundament alles oberen Schichten aufgebaut werden können. Die Cloud ermöglicht es, ein Abstraktionsniveau anzunehmen, das es erlaubt, die kleinteiligen Ebenen darunter zu verlassen und somit auf einem Level zu arbeiten, das wirklich diejenigen im Fokus hat, die tagtäglich von den Strukturen profitieren sollen. Gleichzeitig bietet die Cloud nahezu unbegrenzte Technologie-Leistung, welche neue Verarbeitungsgeschwindigkeiten ermöglicht, gerade bei sehr rechenintensiven Aufgaben.
Die oberen Ebenen der Architektur fokussieren sich somit vollständig dem Nutzer, Funktionen und den Schnittstellen zu anderen Institutionen des Gesundheitswesens (Interoperabilität). Was hier so einfach klingt ist leider nicht in allen IT-Systemen so klar strukturiert. Ein Nachteil von IT ist, dass sie noch keine hohe Standardisierung kennt. Wenn ich beispielsweise ein Haus baue, dann ist es fast irrelevant, welchen Handwerksbetrieb ich beauftrage, am Ende sind die Funktionen des Hauses die gleichen. In der IT ist dem nicht so. Entsprechend wichtig ist die Position des Architekten, der den IT-Bausatz wie seine Westentasche kennt und fehlende Normen & Standards im Aufbau von IT-Systemen kompensiert.
Architektur wird darum oft auch als Google-Maps der IT bezeichnet. Wie beschreiten wir nun ein erfolgreiches Cloud-Projekt?
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Bestandsaufnahme

Vor jeder Massnahme ist eine Bestandaufnahme des Status Quo Pflicht. Dazu gehört neben der Frage nach vorhandenen Programmen, Anwendungen und deren Verwendung auch eine Übersicht über alle beteiligten Akteure, von der Ärztin, über den Pfleger bis hin zum IT-Support Team. In diesem Prozess wird deutlich, wo der Rote-Faden und wo die Pain Points des Spitals liegen. Wichtig: Nicht jede Einrichtung steht vor den gleichen Herausforderungen. Diese variieren entsprechend der fachlichen Ausrichtung des Spitals aber auch der Menge an Altlasten. Auch die Kommunikationswege innerhalb der einzelnen Abteilungen und Mitarbeiter ist ein wichtiger Punkt für die weitere Planung der Massnahmen.

Realisierung

Mit Bestandsaufnahme und der Zielarchitektur kann die Realisierung kontrolliert voranschreiten. Nichtsdestotrotz gibt es gerade bei langjährigen Vorhaben neue Entwicklung bei den Rahmenbedingungen oder den technischen Möglichkeiten, welche eine Anpassung des Umsetzungsvorgehen verlangen. Und genau hier bekommt ein architektonisch unterstütztes Vorhaben Dank der klaren Zielarchitektur einen entscheidenden Vorteil, um auf Veränderungen zu reagieren. So lassen sich mögliche Optionen übersichtlich als Impact-Analysen in der Ziel-Architektur darstellen und Vorteile gegenüber den Nachteilen abwägen. Ähnlich wie die Alternativen Routen bei Google Maps aber stattdessen Technologie-Bausteine, Funktionen oder Prozesse. Steuerungsgremien können dadurch fundiertere und bessere Entscheidungen fällen.

Unsicherheitsfaktor Datenschutz?

Die schwarze Wolke, die über der Spital-Digitalisierung gerne schwebt, besteht aus den kantonalen, sehr unterschiedlichen Regularien. Sie definieren den Spielraum. Auf der einen Seite geht es darum die Technik zu nutzen, um Leben zu retten. Auf der anderen Seite steht der Datenschutz. Gute Architekten arbeiten Hand in Hand mit Juristen und Datenschützern wissen so, was in die Cloud darf und was nicht. Wo Schnittstellen in Ordnung sind und wo keine Daten fliessen dürfen. Denn Technologie und Datenverantwortung lassen sich heute gut managen. Mit dem richtigen Fachwissen und einer entsprechenden Portion Abstraktionsfähigkeit. Ein Grund nichts zu tun, ist Datenschutz jedenfalls schon lange nicht mehr. Und wer die Rahmenbedingungen kennt, für den entfaltet sich überhaupt erst das ganze Potenzial, dass in der Zukunft des Gesundheitswesens liegt. 

Über die Autoren

Pascal Frank ist Healthcare Consultant bei Detecon Schweiz und für Spitäler im DACH-Raum zuständig. Immer im Fokus ist die enge Zusammenarbeit aller Leistungserbringer und Leistungsträger für ein zukunftsfähiges Gesundheitswesen. Seinen Masterabschluss hat er in Physik mit dem Schwerpunkt Magnetresonanztomographie erworben. Hier hat er sich unter anderem mit der Fett/Wasser Bildgebung und Bestimmung von in-vivo Myelin-Konzentrationen zur Prädiagnostik von Multiple Sklerose beschäftigt. Um Technologien und Digitalisierung schneller zu Patient*innen und Mitarbeitenden zu bringen, ist in die Beratung bei der Detecon eingestiegen und berät Spitäler zu Digitalisierung und Strategie.
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Christian Rüedi ist führender IT-Architektur Consultant bei Detecon Schweiz und für die IT-Architektur Kompetenz der Detecon International verantwortlich. Als langjähriger Softwareentwickler, IT-Architekt und Programmleiter hat Christian Rüedi in seiner 25-jährigen Berufsbahn die IT-Architektur von allen Seiten kennengelernt. Mit seiner Erfahrung berät er Kunden strukturiert in IT-Grossvorhaben auf dem Weg in die Digitalisierung und bei der Transformation von komplexen Architekturen.
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Über Detecon Schweiz AG

Detecon ist eine führende, weltweit agierende Unternehmensberatung, die seit 40 Jahren klassisches Management Consulting mit hoher Technologiekompetenz vereint. Ihr Leistungsschwerpunkt liegt im Bereich der digitalen Transformation: Detecon hilft Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen, ihre Geschäftsmodelle und operativen Prozesse mit modernster Kommunikations- und Informationstechnologie an die Wettbewerbsbedingungen und Kundenanforderungen der digitalisierten, globalisierten Ökonomie anzupassen. Das Know-how der Detecon bündelt das Wissen aus erfolgreich abgeschlossenen Management- und ICT- Beratungsprojekten in über 160 Ländern. Mit mehr als 1.000 Mitarbeitern und 19 Büros weltweit und ca. 100 Mitarbeitern in Zürich ist Detecon Teil der Deutschen Telekom Gruppe. Healthcare & Pharma | Detecon
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