Basler Universitätsspital: Was lange währt...

Nach sechs Jahren Bauzeit ist der neue, 142 Millionen Franken teure Operationstrakt Ost am USB fertig.

, 28. November 2017 um 14:06
image
  • universitätsspital basel
  • spital
  • neubauten
  • basel
Nach einigen Verzögerungen und vielen Misstönen ist das grösste Bauwerk, welches das Universitätsspital Basel (USB) seit der Verselbständigung im Jahr 2012 in Betrieb genommen hat, fertiggestellt. Der neue Operationstrakt Ost umfasst 16 Operationssäle - drei mehr als bisher.  Im gleichen Gebäude sind ausserdem die Intensivstation mit 26 Plätzen, ein Aufwachraum mit 22 Plätzen sowie eine Sterilgut-Versorgungsanlage untergebracht. 
Der Trakt verfügt über zwei Hybrid-Operationssäle, in denen Ärzte während einer laufenden Operation Schnittbild- und Gefässdiagnosen erhalten sowie endovaskuläre Eingriffe vornehmen können, ohne die Operation zu unterbrechen oder den Raum zu wechseln. Zusammen mit den anderen OP-Bereichen verfügt das USB nun über insgesamt 28 Operationssäle.

Kosten: 142 Millionen Franken

Baubeginn war im Sommer 2011. Ursprünglich war die Eröffnung fürs Jahr 2014 vorgesehen, doch Baumängel und Planungsfehler verzögerten den Baufortschritt. Die Kosten für den Bau des Operationstrakts Ost belaufen sich laut einer Mitteilung des Spitals auf rund 142 Millionen Franken, womit das Budget eingehalten werden könne. 
Die ursprünglichen Prognosen lagen allerdings deutlich tiefer. Zu Beginn der Planungen rechnete der Kanton mit 90 Millionen Franken. Ein Jahr später bewilligte der Grosse Rat einen Kredit über 128 Millionen Franken. Und 2015 bezog das Spital vom Kanton zusätzliche 50 Millionen Franken an Fremdkapital für das Vorhaben.
Tempi passati: Am Samstag, dem 2. Dezember 2017, wird der Trakt im Rahmen eines Tags der offenen Tür eröffnet. Dann steht der grosse Umzug an, damit im Februar 2018 die ersten Operationen stattfinden können.
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image
Gastbeitrag von Ronald Alder

Kürzere Arbeitszeiten sind auch nicht die Lösung

Die Politik sieht das Gesundheitswesen unterm Kostenröhrenblick, die Gewerkschaften haben den Arbeitszeitenröhrenblick. Und so werden die wahren Probleme übersehen.

image

Hochspezialisierte Medizin: Warnschuss aus dem Thurgau

Die Kantonsregierung prüft den Austritt aus der Interkantonalen HSM-Vereinbarung. Und sie vermeldet den Unmut weiterer Kantone.

image

Klinik Hirslanden: Philippe Diserens neu im Management

Der Gesundheitsökonom übernimmt die Leitung des Performance Management.

image

Behandlungsrekord am Kantonsspital Baden

Mehr stationäre Patienten, eine Zunahme der ambulanten Konsultationen, weniger Notfälle – und mehr Benefits für die Angestellten.

image

KSGL: «Wir wollen üsärs Spital retten!»

Die Personalkommission des KSGL stellt sich hinter ihr Spital und kritisiert das Vorgehen des SBK.

image

Gewalt im Spital: Es betrifft nicht nur den Notfall

Und die Lage ist am Wochenende keineswegs besonders kritisch. Eine grosse Datenauswertung in den USA setzt neue Akzente.

Vom gleichen Autor

image

Pflege: Zu wenig Zeit für Patienten, zu viele Überstunden

Eine Umfrage des Pflegeberufsverbands SBK legt Schwachpunkte im Pflegealltag offen, die auch Risiken für die Patientensicherheit bergen.

image

Spital Frutigen: Personeller Aderlass in der Gynäkologie

Gleich zwei leitende Gynäkologen verlassen nach kurzer Zeit das Spital.

image

Spitalfinanzierung erhält gute Noten

Der Bundesrat zieht eine positive Bilanz der neuen Spitalfinanzierung. «Ein paar Schwachstellen» hat er dennoch ausgemacht.