Bruderholzspital: Jetzt geht es ums Geld

Die Befürworter der Initiative «Ja zum Bruderholzspital» lancieren den Abstimmungskampf und argumentieren wie die Gegner mit den Kosten der Basler Spitalfusion.

, 5. April 2017, 09:50
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Im Abstimmungskampf um die Volksinitiative «Ja zum Bruderholzspital» rücken mehr und mehr die finanziellen Aspekte ins Zentrum.
Die Gegner der Initiative befürchten, dass das Kantonsspital Baselland (KSBL) zum Millionengrab wird, falls durch die Initiative die regionale Grundversorgung zementiert würde. So warnte kürzlich die Baselbieter Gesundheitskommission vor jährlich zu erwartenden Defiziten, die staatliche Zuschüsse ans KSBL von 20 bis 25 Millionen Franken pro Jahr erfordern würden. 
Bei einer Annahme der Initiative, über die das Baselbieter Stimmvolk am 21. Mai 2017 abstimmt, sollen die Grundversorgung in Laufen und die erweiterte Grundversorgung an den Standorten Bruderholz und Liestal im stationären und ambulanten Bereich gesichert werden. Gleichzeitig würde ein Ja die Pläne für eine Spitalgruppe beider Basel beenden. 

Geldabfluss Richtung Basel-Stadt

Nun haben die Befürworter den Abstimmungskampf lanciert und rechnen ihrerseits vor, dass die geplante Umstrukturierung des Standorts Bruderholz zur Tagesklinik mit Reha, Orthopädie und Notfall-Permanence nicht nur einen Stellenabbau, sondern einen massiven Geldabfluss Richtung Basel-Stadt zur Folge hätte. Dies darum, weil die Kosten pro Patient im Basler Universitätsspital viel höher seien als am KSBL. 
«Wenn wir die Grundversorgung und die erweiterte Grundversorgung noch mehr Richtung Basel auslagern, dann ist damit zu rechnen, dass die Kosten noch rascher steigen», sagt Ferdinand Martius, ehemaliger stellvertretender Chefarzt des Bruderholzspitals und Mitglied des Initiativ-Komitees. Ein Ja zur Bruderholzinitaitive verhindere ein «Fass ohne Boden». Für die Initiative engagiert sich auch der ehemalige Bruderholz-Chefarzt Hans Kummer. 
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