Apotheker sponsern Professur

Die Universität Bern errichtet eine Stiftungsprofessur für Klinische Pharmazie – dank der Unterstützung des Apothekerverbands.

, 9. März 2020 um 09:30
image
Der Apothekerverband Pharmasuisse finanziert für 250'000 Franken jährlich eine neue Professur für Klinische Pharmazie an der Universität Bern. Diese soll dazu beitragen, die Sicherheit der Arzneimitteltherapie bei Patienten zu verbessern, wie die Uni am Montag mitteilt. 
Die neue Stiftungsprofessur spielt laut Rektor Christian Leumann in der Masterausbildung eine wichtige Rolle. Mit der Errichtung könne die Uni gezielt den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern. In Bern wird derzeit das neue Vollstudium Pharmazie aufgebaut. Damit wirke die Uni dem Apothekermangel entgegen. 

Im internationalen Vergleich noch stärker werden

Die neue Professur sei auf fünf Jahre angelegt und werde als Assistenz-Professur in der Abteilung Klinische Pharmakologie der Uniklinik für Allgemeine Innere Medizin am Inselspital Bern angesiedelt. Die Besetzung auf Ende 2020 schreibt die Universität national und international aus. 
«In der Forschung ist die Weiterentwicklung der klinischen Pharmazie ein wichtiges Gebiet», sagt Manuel Haschke laut der Mitteilung. Und hier könne die Schweiz im internationalen Vergleich noch stärker werden, so der Chefarzt für Klinische Pharmakologie und Leiter Klinische Pharmakologie am Inselspital.
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Krebsliga will keine Geheimpreise mehr bei Medikamenten

Ausgerechnet die Krebsliga ist dagegen: Der Bundesrat soll künftig keine vertraulichen Rabatte mehr mit der Pharmaindustrie vereinbaren.

image

Insel-Chirurg mit dem Håkan Ahlman Award ausgezeichnet

Cédric Nesti wurde von der Europäischen Gesellschaft für Neuroendokrine Tumoren für eine Publikation über die Gefährlichkeit von Lymphknotenmetastasen.

image

Fencheltee im Visier von Swissmedic

Das Heilmittelinstitut rät Schwangeren, Säuglingen und Kindern unter 4 Jahren von einer Einnahme ab. Das in Fencheltee enthaltene Estragol könnte die Gesundheit schädigen.

image

Viele neue Krebs-Medikamente haben wenig Nutzen

Besonders enttäuschend erscheinen dabei die Wirkstoffe, die in Europa nach einem beschleunigten Verfahren zugelassen wurden.

image

Der Preisüberwacher fordert tiefere Spitaltarife und offenere Grenzen

Stefan Meierhans präsentiert acht Vorschläge für ein günstigeres Gesundheitswesen.

image

Viktor 2023: «Nur gemeinsam lassen sich Visionen und Lösungen schaffen»

Die Post entwickelt sich zu einem starken Player in der Gesundheitsbranche. Weshalb ihr Engagement für den Viktor bestens dazu passt, erläutert Leiter Branchenlösungen Daniel Vögeli im Interview.

Vom gleichen Autor

image

Arzthaftung: Bundesgericht weist Millionenklage einer Patientin ab

Bei einer Patientin traten nach einer Darmspiegelung unerwartet schwere Komplikationen auf. Das Bundesgericht stellt nun klar: Die Ärztin aus dem Kanton Aargau kann sich auf die «hypothetische Einwilligung» der Patientin berufen.

image

Studie zeigt geringen Einfluss von Wettbewerb auf chirurgische Ergebnisse

Neue Studie aus den USA wirft Fragen auf: Wettbewerb allein garantiert keine besseren Operationsergebnisse.

image

Warum im Medizinstudium viel Empathie verloren geht

Während der Ausbildung nimmt das Einfühlungsvermögen von angehenden Ärztinnen und Ärzten tendenziell ab: Das besagt eine neue Studie.