Physioswiss plant Demonstration auf dem Bundesplatz

Die Physiotherapeuten wehren sich weiter gegen den Tarifentscheid der Landesregierung. Bislang signierten knapp 150'000 Personen die Petition dazu.

, 27. Oktober 2023 um 14:33
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Bundesplatz und Bundeshaus in Bern  |  Bild: Thomas / Flickr Creative Commons.
Die Physiotherapeuten wollen demnächst vor dem Bundeshaus geballt ihren Unmut bekunden. Ihr Verband ruft für Freitag, den 17. November zur Demonstration in Bern auf: Die Mitglieder sollen sich gegen den Tarifentschluss des Bundesrates wehren: «Sparen ja, aber nicht auf unserem Rücken», so das Motto des geplanten Aufmarsches.
Nachdem die Landesregierung im August neue Tarife festlegte, die ab Anfang 2025 gelten sollen, wehrt sich der Berufsstand. Die neuen Sätze seien «nicht sachgerecht» – und vor allem stellten sie eine Verschlechterung dar. Und dies in einem Tätigkeitsfeld, das ohnehin zu tief abgegolten werde.
In einer Petition stellten sich bislang – Stand Ende Oktober – knapp 150'000 Personen hinter das Anliegen von Physioswiss.
Konkret verlangen die Physiotherapeuten, dass der Bundesrat den Tarifeingriff nochmals stoppt; zugleich sollen die Krankenversicherer die Verhandlungen erneut aufnehmen. «Wir fordern kostendeckende Tarife, die es Physiotherapeut;innen ermöglichen, davon leben und ihre Familien ernähren zu können», so der Petitions-Text.
  • Physiotherapeuten gegen «unausgegorene» Tarife: Sie fürchten, dass der Bundesrat mit tiefen Behandlungs-Tarifen ein Exempel statuieren will.
  • Physiotherapeuten müssen Sitzungsdauer angeben: Sie sollen künftig nicht mehr einfach eine Pauschale pro Sitzung abrechnen dürfen.

  • Physiotherapie
  • praxis
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