Gewalt im Notfall: Auch das KSBL sucht mehr Sicherheit

Das Kantonsspital Baselland will einen Security-Dienst installieren.

, 28. Mai 2024 um 05:14
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Auch ein Symbolbild: Überwachungskamera-Aufnahme einer Attacke auf Pflegepersonal in Berlin.
Im Dezember sorgte die Meldung für Entsetzen, dass nun sogar das Universitäts- und Kinderspital beider Basel einen Sicherheitsdienst benötigt. Der Grund: Zunehmend gebärden sich Eltern aggressiv. Immerhin sei es am UKBB gelungen, Handgreiflichkeiten bislang weitestgehend zu vermeiden.
Eine Tendenz zeigen auch neuere Zahlen der Insel Gruppe: Wie der grösste Spitalbetrieb im Land zu Jahresbeginn meldete, mussten seine Spitalangestellten im letzten Jahr rund 2200-mal den internen Sicherheitsdienst rufen – also im Durchschnitt sechsmal täglich. 2018 waren es noch 1200 kritische Vorfälle gewesen.
Betroffen waren vor allem die Notfallstationen. Und dort wiederum werden gewaltsame Vorfälle insbesondere am Wochenende und an den Feiertagen vermerkt.
Nun schaltet ein weiteres grosses Spital um. Wie das SRF-«Regionaljournal Basel» meldet, will auch das Kantonsspital Baselland für seine Notfallstationen einen Sicherheitsdienst engagieren – gewiss jedenfalls übers Wochenende sowie in der Nacht.
Dahinter steht die Erfahrung, dass es gerade zu diesen (ohnehin heiklen) Zeiten oft lange dauert, bis bei brenzligen Situationen Hilfe eintrifft.
Man sei daran, ein komplett neues Konzept zu erarbeiten; es werde demnächst vorgestellt, sagte Nicolas Geigy im SRF-Beitrag; Geigy leitet das KSBL-Notfallzentrum mit den Stationen in Liestal und im Bruderholz-Spital.
Gewiss sei, dass das KSBL einen fixen Sicherheitsdienst installieren will – noch offen ist, ob dieser tatsächlich 24 Stunden pro Tag präsent sein soll und ob es sonst noch zusätzliche Massnahmen braucht.
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