EPD: Aargau wechselt von Post zu neuem Anbieter

Die Stammgemeinschaft E-Health Aargau verspricht sich von der engen Zusammenarbeit mit Abilis zusätzliche Vorteile für die neue EPD-Plattform.

, 12. September 2023 um 09:03
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Der Kanton Aargau geht neue Wege bei der EPD-Infrastruktur. | Freepik
Die Stammgemeinschaft E-Health Aargau hat einen Plattformwechsel für das elektronische Patientendossier (EPD) angekündigt. E-Health Aargau setzt künftig auf Emedo. Das Produkt wird in Zusammenarbeit mit einer IT-Firma entwickelt und soll ab Anfang Januar 2025 zur Verfügung stehen.
Bisher wurde die technische Infrastruktur für die Aargauer Bevölkerung und die angeschlossenen Leistungserbringern von der Post betrieben, eine Plattform, die derzeit insgesamt 20 Kantone nutzen.

Mehr Mitsprache für Gesundheitsfachpersonen

Mit dem Wechsel verspricht sich die Stammgemeinschaft zusätzliche Vorteile durch die enge Zusammenarbeit mit Abilis, die von der Berufsgenossenschaft der Schweizer Apotheken (Ofac) gegründeten Stammgemeinschaft und Gesundheitsplattform.
Die Umstellung bringt zudem neue Funktionen im Bereich der Medikation, vereinfachte App-Logins und zeitgemässe Scanning-Funktionen. Gleichzeitig verspricht die neue Lösung, die Mitsprache und damit die Bedürfnisse von Gesundheitsfachpersonen stärker zu gewichten und in die Weiterentwicklung der Lösungen einfliessen zu lassen.

Nahtloser Übergang versprochen

Die notwendige Zertifizierung der Plattform ist bereits abgeschlossen und der Betrieb des elektronischen Patientendossiers Emedo (elektronisches medizinisches Dossier) hat bereits begonnen. Laut E-Health-Geschäftsführer Nicolai Lütschg ist die Infrastruktur interoperabel mit den anderen Stammgemeinschaften.
Die Umstellung auf die neue Plattform soll für die Anwenderinnen und Anwender darüber hinaus nahtlos erfolgen, bestehende Dokumente, Zugriffsrechte und elektronische Identitäten könnten weiterverwendet werden, heisst es.
  • Lesen Sie auch: «EPD: Gesundheitsdirektoren empfehlen zentrale Steuerung»

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