Walliser Spitäler: IT-Ausfall legte Röntgendiagnostik lahm

Ein technischer Defekt hatte die Röntgendiagnostik in den Walliser Spitälern vorübergehend ausser Betrieb gesetzt – die Störung ist inzwischen behoben.

, 7. April 2025 um 16:11
image
Spital Brig. Bild: zvg
Am Samstag, 5. April 2025, sind beim Spital Wallis verschiedene technische Geräte für mehrere Stunden ausgefallen. Dies berichtet der «Walliser Bote». Ursache für die Störung war eine Panne im zentralen Rechenzentrum in Sion. Wie die Zeitung schreibt, kam es dadurch etwa zu Verzögerungen beim Röntgen.
Laut Thomas Werlen, Direktor Finanzen und Service Center bei der Spitalgruppe, war ein defekter Switch im Datacenter in Sitten der Grund für die Störung. Sämtliche Walliser Spitäler beziehen ihre Daten vom Rechenzentrum in der Kantonshauptstadt. Ein Cyberangriff könne ausgeschlossen werden.
«Es handelt sich um einen sehr seltenen Vorfall, die Infrastruktur ist eigentlich sehr stabil», beteuert Werlen. In den vergangenen zwei Jahren sei keine derartige Panne aufgetreten. Das Problem sei mittlerweile behoben und der Switch ersetzt worden. Die genaue Ursache werde derzeit noch abgeklärt, sagte Werlen gegenüber der Zeitung.
Der Verbund Spital Wallis entstand 2004 aus dem Zusammenschluss von zehn Gesundheitseinrichtungen. Heute zählt die Gruppe mit rund 6000 Mitarbeitenden zu den grössten Arbeitgebern der Region. So werden im Spital jährlich rund 40'000 stationäre Patientinnen und Patienten behandelt sowie mehr als 600'000 ambulante Konsultationen durchgeführt.
  • Dieser Beitrag erschien erstmals auf «Inside-IT» unter dem Titel: «IT-Panne legt Walliser Spitäler (teilweise) lahm».

    Artikel teilen

    Loading

    Kommentar

    Mehr zum Thema

    image

    Pflege bleibt Engpassberuf Nummer eins


    Kaum ein Bereich sucht so intensiv nach Personal wie das Gesundheitswesen. Der neue Jobradar zeigt: Vor allem in der Pflege steigt die Zahl offener Stellen wieder in Richtung Rekordniveau.

    image

    Zukunft gestalten: MSc Healthcare Leadership an der BFH

    Die Herausforderungen im Gesundheitswesen verlangen nach Fachpersonen mit umfassenden Führungsqualitäten. Hier setzt das schweizweit einzigartige Master-Studium Healthcare Leadership der BFH an. Im Herbst 2026 startet die nächste Durchführung in Bern.

    image

    Schweiz lockert Regeln für Blutspender

    Ab Anfang Februar dürfen in der Schweiz wieder mehr Menschen Blut spenden – darunter Personen mit früheren Transfusionen, längeren Aufenthalten in Grossbritannien oder nach bestimmten medizinischen Eingriffen.

    image

    Neuer Labortest zeigt, wie effektiv Antibiotika einzelne Bakterien töten

    Statt nur das Bakterienwachstum zu beurteilen, analysiert ein neu entwickelter Test aus Basel, ob Antibiotika einzelne Erreger tatsächlich abtöten – und wenn ja, wie schnell. Die Methode könnte helfen, Therapieerfolge realistischer einzuschätzen.

    image

    PDAG: Weniger Fremdpersonal, höhere Patientensicherheit

    Seit einem Jahr können Mitarbeitende der Psychiatrischen Diensten Aargau ihre Dienste flexibel gestalten – die Kosten für externe Fachkräfte sinken seither, CIRS-Meldungen gehen zurück.

    image

    KSBL: Neue Leitung der Frauenklinik und Ausbau des Angebots

    Damit soll die Weiterentwicklung des Brustzentrums am Kantonsspital Baselland vorangetrieben werden. Die Leitung übernehmen Rosanna Zanetti Dällenbach und Brigitte Frey. Verstärkt wird das Team durch Roberto Rodriguez.

    Vom gleichen Autor

    image

    Plötzlich doch: Oracle räumt Datenabfluss ein

    Was zuvor noch entschieden dementiert wurde, ist nun bestätigt: Bei Oracle wurden Daten aus einer «Legacy-Umgebung» gestohlen.

    image

    Hacker stehlen Patientendaten bei Oracle Health

    Eine Sicherheitslücke bei Oracle Health hat dazu geführt, dass Patientendaten in mehreren US-Spitälern abgeflossen sind. Die Bundespolizei FBI hat Ermittlungen aufgenommen.

    image

    KIS-Suche am CHUV: Epic bevorzugt?

    Das Waadtländer Spital sucht ein neues KIS - und soll die Ausschreibung auf den amerikanischen KIS-Anbieter Epic zugeschnitten haben. So lautet der Vorwurf eines Konkurrenten.