Die Universität Bern richtet eine Stiftungsprofessur für Klimafolgen und öffentliche Gesundheit im bewohnten Raum ein; dies dank einer Unterstützung der Mobiliar Genossenschaft, die mit insgesamt zwei Millionen Franken dotiert ist.
Die Professur ist vorerst auf fünf Jahre angelegt. Sie wird Auswirkungen des Klimawandels auf das Wohlergehen des Menschen untersuchen und die gegenseitigen Wechselwirkungen analysieren. Aus den Forschungsergebnissen sollen neue Strategien für Prävention und Anpassung abgeleitet werden.
Zur Professorin für Klimafolgen und öffentliche Gesundheit wurde Ana Vicedo berufen. Sie doktorierte an der Universität von Valencia im Bereich Umweltbelastung, Toxikologie und Gesundheit. Zusätzlich machte sie an der Universität Turin ein Masterstudium in Epidemiologie. Danach forschte sie unter anderem am Swiss Tropical and Public Health Institute in Basel und war Assistenzprofessorin an der London School of Hygiene and Tropical Medicine.
Seit 2019 leitet Ana Vicedo an der Universität Bern die Gruppe Klimawandel und Gesundheit. Mit dieser Forschungsstelle leistete die Berner Uni bereits Vorarbeit für das neue Fachgebiet. «Dank der interdisziplinären Herangehensweise an der Schnittstelle von Präventivmedizin und Klimawissenschaften ist diese Forschung in der Schweiz einzigartig», sagt Rektorin Virginia Richter.
Die neue Professur bildet zusammen mit der seit 2010 bestehenden Mobiliar-Professur für Klimafolgenforschung im Alpenraum und dem angegliederten Mobiliar Lab für Naturrisiken einen interdisziplinären Schwerpunkt, an dem die Auswirkungen des Klimawandels in der Schweiz erforscht werden. «Wir sind stolz, unser Engagement im gesellschaftlich höchst relevanten Gebiet der Klimafolgen auszubauen», sagt Belinda Walther Weger, Leiterin Public Affairs & Nachhaltigkeit bei der Mobiliar.