Am Herzzentrum des Luzerner Kantonsspitals wurden erstmals in der Schweiz Mitralklappen durch einen minimalinvasiven Eingriff ersetzt. Dies, nachdem der minimalinvasive Klappenersatz über die Leiste bislang nur für die Aortenklappe möglich gewesen war. Ging es um die Mitralklappe, musste eine Operation am offenen Herzen durchgeführt werden.
Die neuartige Behandlung wurde in Luzern bislang an zwei Patienten durchgeführt. Beide konnten zwei Tage nach dem Eingriff ohne Komplikationen nach Hause entlassen werden,
teilt die LUKS-Gruppe mit.
«Dies ist ein grosser Fortschritt, denn nun können wir die Mitralklappen auch bei sehr kranken Patientinnen und Patienten ersetzen, bei denen Operationen am offenen Herzen ein hohes Risiko für Komplikationen darstellen würden», sagt Stefan Toggweiler, Chefarzt Kardiologie am Herzzentrum. «Die Methode bietet neue Hoffnung für Betroffene, die bisher nur eingeschränkte Behandlungsmöglichkeiten hatten.»
Der Eingriff erfolgt mittels eines kleinen Schnitts über die Leiste und die untere Hohlvene und dauert ungefähr drei Stunden.