Das neue Reproduktionszentrum des Basler Unispitals
(USB) soll im Herbst 2017 an der Vogesenstrasse 132 eröffnet werden. 700 künstliche Befruchtungen nimmt das USB heute pro Jahr vor. Mit dem neuen Reproduktionszentrum soll sich diese Zahl verdoppeln.
Der Verein «Biorespect», der die Auswirkungen von Gen-, Bio- und Fortpflanzungstechnologien kritisch beurteilt, ist mit dem Vorhaben überhaupt nicht zufrieden.
In einer Mitteilung ist von «Babyfabrik», «Life-Style-Medizin», «Intransparenz», «ungenügenden Informationen», «fragwürdiges Marketing» und «Übersättigung» die Rede.
USB: Bedarf ist klar vorhanden
«Biorespect» hat deshalb eine Kampagne lanciert: Insgesamt wurden 2'000 Broschüren in Basel verteilt. Die kritisch-kämpferische Organisation will das Projekt kritisch begleiten und sich wehren – «zur Not auch mit Plakaten und weiteren Broschüren.»
Eine befreundete Organisation von Biorespect ist auch der Verein Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz
(AefU).
Chefarzt Christian De Geyter nahm
gegenüber «Telebasel» zu den Vorwürfen Stellung: Man komme auch ohne Marketing schnell auf 1’300 künstliche Befruchtungen pro Jahr. Zudem sei das Angebot keineswegs übersättigt. «Es bestehen lange Wartezeiten», so De Geyter. Und der Umzug sei unumgänglich, weil die Räumlichkeiten nicht mehr ausreichen würden.