Spital Linth mit neuer Notfallpraxis

Das Spital Linth eröffnet in Rapperswil demnächst eine Permanence für Notfälle – gemeinsam mit Hausärzten. Es hätte auch anders kommen können.

, 4. April 2016 um 07:35
image
  • spital linth
  • permanence
  • zürich
  • spital
  • praxis
Die Stadt Rapperswil-Jona und das Spital Linth haben eine Zusammenarbeit beim Betrieb einer Notfallpraxis verkündet. Die neue Notfalleinrichtung für Notfälle öffnet am 11. April im Merkurhof beim Bahnhof Rapperswil ihre Türen, wie die «Zürichsee-Zeitung» berichtet hat. 
Die Praxis in der Rosenklinik sei täglich von 8 bis 22 Uhr als «Walk-in-Praxis» geöffnet. Unter der Woche werde die Permanence tagsüber als Allgemeinpraxis mit fest angestellten Ärzten geführt. Im Einsatz seien mehrere Ärzte und Ärztinnen, viele mit Teilzeitpensen – insgesamt 120 Stellenprozente.

Zusammenarbeit kommt überraschend

Von 17 bis 22 Uhr werktags sollen jeweils Kaderärzte des Spitals Linth die Arbeit in der Permanence übernehmen. Rund dreissig Dienstärzte werden zudem am Wochenende abwechselnd den Dienst in der neuen Notfallpraxis übernehmen, wie es weiter heisst. 
Die am Donnerstag verkündete Zusammenarbeit kommt ziemlich überraschend. Denn als die Hausärzte von Rapperswil-Jona 2014 erstmals ihre Pläne für eine Notfallpraxis bekannt gaben, erklärte das Spital Linth, ebenfalls eine Notfallpraxis in der Stadt eröffnen zu wollen.

«Happy End» und «Win-win-Situation»

Auf die Vorgeschichte der Notfallpraxis angesprochen, sagte Christoph Gsteiger, Verwaltungsratspräsident der Ärzteschaft Rapperswil-Jona AG, es sei «eine «Geschichte mit Happy End». Es habe sich gelohnt, nochmals Verhandlungen zu führen, sagte auch Spitaldirektor Urs Graf der Zeitung.
Beide Seiten sprachen von einer «Win-win-Situation». Die neue Permanence sei überdies ein Modell mit Zukunft. Dass lokale Hausärzte so eng mit einem Spital zusammenarbeiten wie in der neuen Permanence Rapperswil-Jona, sei weit herum einzigartig. 
Artikel teilen

Loading

Comment

Mehr zum Thema

image

Stadt Zürich: Neue Vizedirektorin für Gesundheitsdienste

Der Stadtrat hat Verena Houben zur stellvertretenden Direktorin der Städtischen Gesundheitsdienste Zürich ernannt.

image

GZO Spital Wetzikon: «Wir können es machen. Es wird einfach ein bisschen enger»

Fast alle Trägergemeinden sagen klar Ja zu einem Rettungs-Beitrag für das notleidende Regionalspital in Wetzikon. Doch es gibt eine Ausnahme. Was bedeutet das?

image

Weniger Regionalpolitik, mehr Tech: Wie das Spital neu gedacht werden soll

H+ will das Ende von Spitaltraditionen. Mit einer PwC-Studie skizziert der Verband ein Krankenhaussystem, das sich von regionaler Politik und bisheriger Planung verabschiedet – und zehntausende Stellen einspart.

image

Gericht stoppt Thurgau: Zürcher Reha-Planung tritt in Kraft

Das Bundesverwaltungsgericht ist auf die Beschwerde des Kantons Thurgau gegen die Zürcher Spitalliste 2023 Rehabilitation nicht eingetreten. Damit kann der Kanton Zürich seine neue Reha-Planung nun vollständig umsetzen.

image

GZO Spital Wetzikon: Querschüsse vor der Abstimmung

Offenbar kritisiert die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli kurz vor der Abstimmung mangelnde Transparenz der Spitalleitung und bekräftigt: Unterstützung vom Kanton gibt es nicht.

image

Spital Männedorf will sich Zukunft mit Mietwohnungen sichern

Das Spital baut eine Villa um und vermietet sie an Gutbetuchte. Die Mieteinnahmen gehören zur Finanzstrategie.

Vom gleichen Autor

image

Arzthaftung: Bundesgericht weist Millionenklage einer Patientin ab

Bei einer Patientin traten nach einer Darmspiegelung unerwartet schwere Komplikationen auf. Das Bundesgericht stellt nun klar: Die Ärztin aus dem Kanton Aargau kann sich auf die «hypothetische Einwilligung» der Patientin berufen.

image

Studie zeigt geringen Einfluss von Wettbewerb auf chirurgische Ergebnisse

Neue Studie aus den USA wirft Fragen auf: Wettbewerb allein garantiert keine besseren Operationsergebnisse.

image

Warum im Medizinstudium viel Empathie verloren geht

Während der Ausbildung nimmt das Einfühlungsvermögen von angehenden Ärztinnen und Ärzten tendenziell ab: Das besagt eine neue Studie.