Das ist wohl die nächste Spende an die Uni Zürich, die kontrovers debattiert werden wird: Die Stiftung für Herz- und Kreislaufforschung des Zurich Heart House erhält eine Schenkung von über 11 Millionen Franken. Das Geld soll der Nachwuchsförderung und Unterstützung der universitären Herzforschung am Forschungsstandort Zürich dienen.
Mit dem Geld können vier Assistenzprofessuren geschaffen werden – und überhaupt wird der Forschungsschwerpunkt für Herzkreislauferkrankungen an der Universität und am Universitätsspital Zürich gestärkt.
In den kommenden sechs Jahren sollen nun zwei Forschungsprogramme ins Leben gerufen werden:
- Das erste Forschungsprogramm widmet sich der Grundlagenforschung im Bereich der molekularen und regenerativen Kardiologie; es wird auf dem Campus Schlieren der Uni Zürich angesiedelt.
- Das zweite Forschungsprogramm umfasst klinische Herzforschung am Universitätsspital Zürich und kommt somit direkt den Patienten zugute. Die Schwerpunkte liegen hier auf der Bildgebung des Herzens mittels CT und MRI, der Frage nach den auslösenden Mechanismen und der Behandlung von Herzinfarkten und der Herzinsuffizienz.
Die Programme würden akademisch völlig unabhängig arbeiten, betont das Uni-Communiqué.
Die Universität wird die vier Assistenzprofessuren nach ihren Berufungsregeln international ausschreiben. Sie sollen noch dieses Jahr besetzt werden.
Auch ein Ausbildungs- und Austauschprogramm
Um den Forschungsnachwuchs in der Schweiz und im Nahen Osten zu fördern, wird mit den Mitteln der Schenkung auch ein Ausbildungsprogramm aufgebaut. Der Fokus liegt dabei auf Austauschprogrammen für Stipendiaten sowie Symposien und Konferenzen.
Interessant ist die Bemerkung, dass Khalifa Bin Hamad Al-Thani seit längerem in der Schweiz lebe (was bekannt ist), und dabei vorwiegend in Zürich. «Mit seiner Schenkung möchte er sich für die hervorragende medizinische Betreuung am Universitätsspital bedanken und seine Verbundenheit mit seinem Wohnkanton Zürich ausdrücken».
Die
Stiftung für Herz- und Kreislaufforschung unterstützt die Erforschung von Herzkreislauferkrankungen. Sie hat seit ihrer Gründung 1994 zahlreiche Nachwuchskliniker und -forscher gefördert und es ihnen ermöglicht, sich in Zürich in der Behandlung und Erforschung von Herz- und Kreislauferkrankungen weiterzubilden. Die Stiftung hat bisher drei Professuren an der Universität Zürich geschaffen.