Kispi: Chefarzt der Kinderherzchirurgie geht – per sofort

Michael Hübler und das Universitäts-Kinderspital Zürich (Kispi) gehen getrennte Wege. Komplexe Herzeingriffe übernimmt vorübergehend René Prêtre.

, 5. November 2018 um 20:51
image
Nach über sechs Jahren verlässt Michael Hübler das Kinderherzzentrum am Zürcher Universitäts-Kinderspital (Kispi) – per sofort, wie das Spital am Montagabend bekannt gab. Hübler ist seit Juni 2012 Chefarzt der Abteilung Herzchirurgie am Kispi und Professor für Kinderherzchirurgie an der Universität Zürich (UZH).
Gründe über den überraschenden Weggang nennt das Kinderspital Zürich auf Anfrage nicht. Hübler ist auf der Webseite der Herzchirurgie aber bereits nicht mehr aufgeführt. Vorübergehend übernehme Michael Grotzer die Leitung des Kinderherzzentrums, der chirurgische Direktor am Kispi. Sein Stellvertreter sei der ärztliche Direktor Martin Meuli.

Führung der Kardiologie verstärkt

Im Zuge dieser Umstellungen werde zudem die Führung der Kardiologie verstärkt, heisst es weiter. Und zwar durch eine Co-Leitung, die von Oliver Kretschmar und Emanuela Valsangiacomo Büchel wahrgenommen werde. 
Das Universitäts-Kinderspital Zürich und die Universität Zürich (UZH) starten umgehend das Prozedere für die möglichst rasche Besetzung der Vakanz, wie in der Mitteilung weiter steht. 

René Prêtre überbrückt

Die personellen Änderungen haben laut der Kispi-Trägerin Eleonorenstiftung keinerlei Auswirkungen auf die medizinische Versorgung von herzkranken Kindern. Die ärztliche Versorgung für herzkranke Kinder sei weiterhin lückenlos sichergestellt.
Für komplexe Herzeingriffe im Universitäts-Kinderspital Zürich hat das Kispi mit René Prêtre und dem Unispital Lausanne (CHUV) eine Überbrückungsvereinbarung getroffen. Prêtre leitete von 2004 bis 2012 in Zürich die Kinderherzchirurgie.

Transplantationschirurgie als Schwerpunkt

Michael Hübler arbeitete vor seiner Zeit in Zürich unter anderem am Centre Chirurgical Marie Lannelongue (CCML) in Paris sowie am Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB), zuletzt als stellvertretender Klinikdirektor Herz- , Thorax- und Gefässchirurgie. Seine klinischen Schwerpunkte sind komplexe, rekonstruktive Kinderherzchirurgie, Transplantationschirurgie und extrakorporale Kreislaufsysteme.
Artikel teilen

Loading

Comment

Mehr zum Thema

image

Gesundheitsversorgung Oberengadin: Finanzchef geht

Roman Grossrieder steht der SGO aber danach noch zur Verfügung, bis Anschlusslösungen in allen Bereichen geklärt sind.

image

Generationenwechsel: Clienia sucht neuen CEO

Nach einem Vierteljahrhundert an der operativen Spitze gibt David J. Bosshard das CEO-Amt der Psychiatrie-Gruppe ab.

image

Spital Oberwallis: Neue Chefärztin für Intensivmedizin

Franca Vasella wurde offiziell als Leiterin der Abteilung für Intensivmedizin am Spitalzentrum Oberwallis in Brig eingesetzt.

image

Spital Emmental: Neue Co-Leiterin der Psychiatrie

Claudine Kroužel wechselt von der Privatklinik Wyss nach Burgdorf und Langnau.

image

Neuer Direktor soll forensische Psychiatrie in Bern vorwärts bringen

Der neue Chefarzt kommt aus der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich. Er bringt Erfahrung in Hochsicherheitsforensik mit.

image

Neuer Präsident für die Vasculitis Association Switzerland

Christof Iking-Konert, Chefarzt für Rheumatologie am Stadtspital Zürich, übernimmt die Leitung der schweizweit einzigen Patientenorganisation für Menschen mit Vaskulitiden.

Vom gleichen Autor

image

Arzthaftung: Bundesgericht weist Millionenklage einer Patientin ab

Bei einer Patientin traten nach einer Darmspiegelung unerwartet schwere Komplikationen auf. Das Bundesgericht stellt nun klar: Die Ärztin aus dem Kanton Aargau kann sich auf die «hypothetische Einwilligung» der Patientin berufen.

image

Studie zeigt geringen Einfluss von Wettbewerb auf chirurgische Ergebnisse

Neue Studie aus den USA wirft Fragen auf: Wettbewerb allein garantiert keine besseren Operationsergebnisse.

image

Warum im Medizinstudium viel Empathie verloren geht

Während der Ausbildung nimmt das Einfühlungsvermögen von angehenden Ärztinnen und Ärzten tendenziell ab: Das besagt eine neue Studie.