Inserat von Medbase | Screenshot
Vor 26 Jahren ist Kati Vogt zum Islam übergetreten. Die Gynäkologin aus Deutschland hat über 20 Jahre Berufserfahrung, war lange in Marokko, im Iran und die letzten zwei Jahre in Dubai.
Nun ist Kati Vogt beim Gesundheitszentrum Medbase in Bern angestellt. Was auffällt: Ein Teil der Ankündigung ist in Persisch und Arabisch geschrieben. Und Vogt trägt ein Kopftuch – die einzige Kopftuch tragende Ärztin bei Medbase.
Die gleiche religiöse Basis erleichtere vieles
Eine Ärztin nur für Muslimas? Dass die Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe als Muslimin eine Marktlücke füllen könnte, darüber habe sie nie nachgedacht, sagt die
Frauenärztin gegenüber SRF. Sie wolle hier einfach eine gute Ärztin sein.
Die Religion, die Sprachen Arabisch und Persisch, der kulturelle Hintergrund oder das Kopftuch seien für ihre Arbeit mit muslimischen Patientinnen nicht zwingend. Aber: «Es erleichtert vieles, wenn man in solchen Ländern gelebt und die gleiche religiöse Basis hat.
Familien fragen nach Muslima-Ärztinnen
Es habe sich einfach so ergeben, sagte auch Peter Schertenleib
vor kurzem der Zeitung «Der Bund»; er ist der leitende Arzt bei Medbase Bern. «Wir haben nicht eine Marktanalyse gemacht, um das Feld zu erweitern».
Für Andrea Weber ist die muslimische Gynäkologin ein Bedürfnis und es ist für sie an der Zeit, dass jemand das abdeckt. Familien würden sehr wohl nach muslimischen Ärztinnen fragen, so die Geschäftsführerin des Schweizerischen Hebammenverbandes in Bern.