Hirslanden: Thierry Carrel für die Klinik Beau-Site

Offenbar planen Hirslanden und die Insel Gruppe eine enge Zusammenarbeit in der Herzchirurgie.

, 7. Mai 2017 um 09:59
image
Die Hirslanden-Gruppe plant, auch an ihrer Berner Klinik Beau-Site mit der Insel-Gruppe und Herzchirurg Thierry Carrel zu kooperieren. Dies meldet die «NZZ am Sonntag» (Print): Man prüfe verschiedene Optionen, die bestehende Zusammenarbeit zu erweitern. Die Verhandlungen seien aber noch nicht abgeschlossen, weshalb nichts bestätigt wird.
Die Zeitung beruft sich auf «interne Dokumente». Danach will Hirslanden in seiner Berner Privatklinik dem Team des Insel-Chefarztes «den Lead in der Leistungserbringung» bei der Herzchirurgie übertragen. Thierry Carrel soll im Beau-Site interdisziplinäre «Heart-Teams» bilden, und zwar in engem Kontakt mit der Insel Gruppe. Die Rede sei von einheitlichen Standards und gemeinsamer Aus- und Weiterbildung.

Hochspezialisiertes Zentrum Bern

Bekanntlich arbeiten Hirslanden sowie Thierry Carrel und Lars Englberger bereits im Aargau zusammen: Seit 2014 engagieren sich die beiden Insel-Herzspezialisten am Herz-Zentrum der Hirslanden Klinik Aarau.
Die «NZZ am Sonntag» verweist dabei auch auf einen branchenpolitischen Aspekt: Durch den Schulterschluss mit Hirslanden könnte die Insel-Gruppe ihre Position stärken, wenn es dereinst wieder um eine Konzentration der hochspezialisierten Herzchirurgie geht. 
Artikel teilen

Loading

Comment

Mehr zum Thema

image

Pharmagelder 2024: Zuwendungen an Schweizer Ärzte steigen leicht

2024 erhielten Ärzte, Spitäler und Fachgesellschaften zusammen 262 Millionen Franken – 16 Millionen mehr als im Jahr davor.

image

Insel-CMIO vertritt Europa im internationalen Epic Gremium

Michael Stickel, Chief Medical Information Officer der Insel Gruppe, wird künftig im Epic Care Everywhere Council vertreten sein - als einer von zwei europäischen Mitgliedern.

image

Die 10-Prozent-Illusion der Schweizer Spitäler

Eine Betriebsrendite von zehn Prozent galt lange als Überlebens-Formel für Akutspitäler. Womöglich ist dieser Richtwert zu tief. Die Beratungsfirma PwC fordert mehr Effizienz – die Spitäler höhere Tarife.

image

Auf dem richtigen Weg

Der Markt für Krankenhaus-Informationssysteme (KIS) befindet sich in einer Phase tiefgreifender Transformation. Die aktuellen Trends und Herausforderungen der Branche sowie die Erwartungen der Kliniken beleuchtet Dirk Müller, Director Product Management CIS4U bei Dedalus HealthCare.

image

Interprofessionelle Visiten auf dem Prüfstand

Die Visiten werden geschätzt, aber nicht alle Beteiligten sind gleich zufrieden. Vor allem die Pflege bemängelt ihre Einbindung und sichtet Verbesserungs-Chancen. Dies zeigt eine Umfrage in Schweizer Spitälern.

image

Sparprogramme reichen nicht: Das Spitaljahr im Check

Kooperationen, weniger Angebote, effizientere Abläufe, Schliessungen, Nullrunden bei den Löhnen: Die öffentlichen Akutspitäler haben viel getan, um die Finanznot zu bekämpfen. Fazit: So geht es trotzdem nicht weiter.

Vom gleichen Autor

image

Ein Urteil, das die Temporärarbeit im Gesundheitswesen verändern könnte

Ein Entscheid des Zuger Obergerichts beschäftigt Temporärfirmen: Wer Personal über Pools vermittelt, muss Bereitschaftszeiten vergüten und strengere Formvorschriften einhalten.

image

Spital heilt, Oper glänzt – und beide kosten

Wir vergleichen das Kispi Zürich mit dem Opernhaus Zürich. Geht das? Durchaus. Denn beide haben dieselbe Aufgabe: zu funktionieren, wo Wirtschaftlichkeit an Grenzen stösst.

image

Überarztung: Wer rückfordern will, braucht Beweise

Das Bundesgericht greift in die WZW-Ermittlungsverfahren ein: Ein Grundsatzurteil dürfte die gängigen Prozesse umkrempeln.