Chefarzt unerwartet verstorben

Der Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie am Luzerner Kantonsspital ist im Alter von nur 58 Jahren gestorben.

, 19. November 2020 um 06:00
image
  • spital
  • luzerner kantonsspital
  • neurochirurgie
Karl F. Kothbauer vom Luzerner Kantonsspital (Luks) ist Ende Oktober verstorben. Dies geht aus einem Nachruf in der «Schweizerischen Ärztezeitung» hervor. Er starb unerwartet im Alter von nur 58 Jahren.
Kothbauer war Mitbegründer des Neurozentrums am Luks. Seit 2004 war er in verschiedenen Funktionen am Kantonsspital tätig, zuletzt als Chefarzt und Leiter der Klinik für Neurochirurgie in Luzern. 
Der Neurochirurg hatte in Wien und Basel studiert und arbeitete unter anderem auch am Berner Inselspital und am Beth Israel Center in New York. Kothbauer lehrte und forschte zudem als Professor an der Universität Basel.

«Klug, liebenswert und doch auch nachdenklich»

Durch seine Verdienste sei der kleine Fachbereich Neurochirurgie in Luzern stetig gewachsen und habe an «nationaler und internationaler Bedeutung» gewonnen, heisst es. Insbesondere werde seine Kollegialität und seine Herzlichkeit in bester Erinnerung bleiben, so das Spital in einer Todesanzeige. 
«Er war ein kluger, liebenswerter und doch auch nachdenklicher Freund, der mit den Füssen auf dem Boden blieb», schreibt die Schweizerische Gesellschaft für Neurochirurgie zum plötzlichen Ableben von Kothbauer.

Kindliche Hirntumore als Spezialinteresse

Karl F. Kothbauer war unter anderem auf die Chirurgie von Hirntumoren, intramedullären Rückenmarkstumoren und Dysraphien spezialisiert. Ein weiteres Interesse war die Behandlung von kindlichen Hirntumoren.
Er hinterlasse eine grosse Lücke «als Mensch, Freund und ausgezeichneter Mediziner», sagen Menschen, die ihn kannten. 
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image
Gastbeitrag von Ronald Alder

Kürzere Arbeitszeiten sind auch nicht die Lösung

Die Politik sieht das Gesundheitswesen unterm Kostenröhrenblick, die Gewerkschaften haben den Arbeitszeitenröhrenblick. Und so werden die wahren Probleme übersehen.

image

Hochspezialisierte Medizin: Warnschuss aus dem Thurgau

Die Kantonsregierung prüft den Austritt aus der Interkantonalen HSM-Vereinbarung. Und sie vermeldet den Unmut weiterer Kantone.

image

Klinik Hirslanden: Philippe Diserens neu im Management

Der Gesundheitsökonom übernimmt die Leitung des Performance Management.

image

Behandlungsrekord am Kantonsspital Baden

Mehr stationäre Patienten, eine Zunahme der ambulanten Konsultationen, weniger Notfälle – und mehr Benefits für die Angestellten.

image

KSGL: «Wir wollen üsärs Spital retten!»

Die Personalkommission des KSGL stellt sich hinter ihr Spital und kritisiert das Vorgehen des SBK.

image

Gewalt im Spital: Es betrifft nicht nur den Notfall

Und die Lage ist am Wochenende keineswegs besonders kritisch. Eine grosse Datenauswertung in den USA setzt neue Akzente.

Vom gleichen Autor

image

Arzthaftung: Bundesgericht weist Millionenklage einer Patientin ab

Bei einer Patientin traten nach einer Darmspiegelung unerwartet schwere Komplikationen auf. Das Bundesgericht stellt nun klar: Die Ärztin aus dem Kanton Aargau kann sich auf die «hypothetische Einwilligung» der Patientin berufen.

image

Studie zeigt geringen Einfluss von Wettbewerb auf chirurgische Ergebnisse

Neue Studie aus den USA wirft Fragen auf: Wettbewerb allein garantiert keine besseren Operationsergebnisse.

image

Warum im Medizinstudium viel Empathie verloren geht

Während der Ausbildung nimmt das Einfühlungsvermögen von angehenden Ärztinnen und Ärzten tendenziell ab: Das besagt eine neue Studie.