Physioswiss startet Qualitätsoffensive

Im Auftrag der EQK entwickelt der Physiotherapie-Verband ein nationales Qualitätsentwicklungs-Programm. Präsidentin Mirjam Stauffer spricht von einem Meilenstein für die Profession und ihre Position im Gesundheitssystem.

, 27. Januar 2026 um 09:25
image
Bild: Sincerely Media / Unsplash
Im Auftrag der Qualitätskommission EQK startet Physioswiss ein Qualitätsentwicklungsprogramm. Das Projekt startet in diesem Quartal und ist auf eine Dauer von rund zehn Jahren angelegt.
Mit dem Programm sollen Patientensicherheit, Wirksamkeit und die nachhaltige Sicherung der physiotherapeutischen Versorgung stärker ins Zentrum rücken. «Dieses Programm ist ein Meilenstein für die Physiotherapie und stärkt unsere Profession nachhaltig im Gesundheitssystem», kommentiert Physioswiss-Präsidentin Mirjam Stauffer den Schritt.
Das Projekt soll denn auch die Sichtbarkeit der ambulanten Physiotherapie als qualitätsorientierte Leistungserbringerin steigern.
Im Programm werden praxistaugliche Qualitätsindikatoren erarbeitet, welche die Weiterentwicklung der physiotherapeutischen Versorgungsqualität gezielt unterstützen. Angestrebt wird ein lernendes System, das Qualität nicht nur erfasst, sondern stetig weiterentwickelt.

Teil eines Grösseren

An der Entwicklung des Programms beteiligen sich das Winterthurer Institut für Gesundheitsökonomie der ZHAW, SwissRDL (Medical Registries and Data Linkage) der Universität Bern und die Schweizerische Patientenorganisation SPO. Weitere Akteure aus allen Landesteilen und Sprachregionen sollen eingebunden werden, insbesondere von Fachhochschulen mit Physiotherapie-Studiengängen.
Die Eidgenössische Qualitätskommission hat Physioswiss die Entwicklung und Durchführung des nationalen Programms übertragen und wird es vollumfänglich finanzieren. Die dabei entwickelten Qualitätsindikatoren können am Ende in das von der EQK vergebene Programm «Öffentliche nationale Navigationsplattform zur Qualität im Schweizer Gesundheitswesen» aufgenommen werden.
  • EQK: Laufende Programme, Projekte und Studien.

  • Physiotherapie
  • Qualität
Artikel teilen

Loading

Kommentar

Mehr zum Thema

image

Sechs Prozent der Spitalpatienten kehren ungeplant zurück

In der Schweiz wurden zuletzt 6,1 Prozent der Patienten kurz nach einem Spitalaustritt erneut hospitalisiert. Im kardiorespiratorischen Bereich könnte sich ein leichter Abwärtstrend andeuten.

image

LUKS führt einheitliche Qualitäts-Indikatoren ein

Mit der Einführung international standardisierter Qualitätskennzahlen will die Kantonsspital-Gruppe Behandlungsqualität messbar machen und die Patientensicherheit erhöhen.

image

Durcheinander bei Laborproben: Basler Spitalfall im TV

Am Universitätsspital Basel hatte ein Moment der Unachtsamkeit gravierende Folgen. Eine Frau unterzog sich einer Operation, die nicht nötig gewesen wäre.

image

Von Telereha bis Nachhaltigkeit: Die Preisträger des CSS Quality Award

Die Krankenkasse würdigt jeweils wegweisende neue Gesundheits-Projekte. Diesmal ging es um häusliche Pflege hybride Telereha oder nachhaltige Spitalgastronomie.

image

«Meilenstein für die ärztliche Qualitätsarbeit»

Prio.Swiss, FMH und SVDE haben dem Bundesrat zwei Qualitätsverträge eingereicht. Sie sollen die Patientensicherheit im ambulanten Bereich verbessern. Mit welchen Massnahmen?

image

Eine ambulante Erfolgsgeschichte: das Ambulante Operationszentrum am Lindenhofspital

Seit der Eröffnung des Ambulanten Operationszentrums im März 2020 steigt die Zahl der Eingriffe – bei höchster Zufriedenheit von Patientinnen und Patienten.

Vom gleichen Autor

image

Hausärzte: Nicht jede Praxisschliessung wirkt gleich

In Regionen mit wenigen Hausärzten fällt jede Schliessung stark ins Gewicht. In den anderen Gebieten der Schweiz zeigen sich dagegen unerwartete Folgen.

image

Wechsel an der Spitze der Reproduktionsmediziner

Die Schweizerische Gesellschaft für Reproduktionsmedizin SGRM hat Mischa Schneider zum Präsidenten gewählt.

image

Versicherer warnen: Kantone untergraben Tarifreform

Der Wechsel zum neuen ambulanten Arzttarif soll kostenneutral erfolgen. Kantonale Tarif-Entscheide könnten dieses Ziel laut Prio.Swiss schon im ersten Jahr torpedieren.