Pallas Kliniken streichen 20 Stellen

Das Familienunternehmen will sich am Hauptsitz in Olten auf weniger Fachbereiche fokussieren.

, 17. Januar 2025 um 09:21
image
Website der Pallas Kliniken
Die Pallas Kliniken bauen an ihrem Hauptsitz in Olten ab: Die Klinikgruppe mit insgesamt 17 Standorten will sich dort künftig auf Augenheilkunde, Schönheitsmedizin sowie Dermatologie und Venenheilkunde konzentrieren. Deshalb stellt sie die Zusammenarbeit mit Belegärzten ausserhalb dieses Kernbereichs Mitte Jahr ein.
Dies teilte das Familienunternehmen dem «Oltner Tagblatt» mit. Der Abbau-Schritt betrifft unter anderem die Bereiche HNO, Handchirurgie oder Urologie. Man setze «im Einklang mit den Unternehmenswerten auf Spezialisierung und höchste Qualitätsstandards», so die Mitteilung der Pallas Kliniken gegenüber dem OT: «Bereiche, in denen die gewohnte Qualität und Wirtschaftlichkeit nicht langfristig gewährleistet werden können, werden bewusst anderen Anbietern überlassen.»
Der Schritt betrifft aber auch 20 Angestellte beim Klinikpersonal. Diese wurden über die geplanten Änderungen informiert und sollen individuell unterstützt werden. Vom Stellenabbau betroffene Personen hätten unter anderem Angebote von regionalen Arbeitgebern wie dem Kantonsspital Olten und dem Spital Zofingen erhalten. Auch innerhalb der Pallas-Gruppe sollen einzelne Personen an anderen Standorten weiterbeschäftigt werden.
Die Pallas Kliniken sind in den Bereichen Ophthalmologie, Schönheitschirurgie, Haut und Venen sowie – mit Belegärzten – auch Anästhesiologie, Gynäkologie, Orthopädie oder Urologie tätig. Das Unternehmen wurde 1994 in Olten gegründet und beschäftigt rund 350 Personen.

  • pallas kliniken
  • praxis
Artikel teilen

Loading

Kommentar

Mehr zum Thema

image

Integrierte Versorgung im Alltag: Ein Hausarzt zieht Bilanz

Die Hausarztmedizin steht unter Druck. VIVA vom Swiss Medical Network soll Ärzte entlasten und die Versorgungsqualität durch integrierte Zusammenarbeit steigern. Dr. Azarnoush berichtet, wie sich das Modell in der Praxis bewährt.

image

Ein Oensinger Gesundheitszentrum betreibt den ersten «Medicomat» in der Schweiz

Das Gerät im Vitasphère-Gesundheitszentrum funktioniert wie ein Getränkeautomat. Doch statt Flaschen gibt der Automat rund um die Uhr Medikamente heraus.

image

Fünf goldene Regeln, wie Ärzte den Patienten Zahlen verständlich machen

Laborwerte, Risiken, Therapieeffekte – viele Aufklärungsgespräche scheitern an medizinischen Zahlen. Doch wie erläutert man, was eine Behandlung bringt? Ein Vorschlag.

image
Gastbeitrag von Esther Wiesendanger

Da sind steigende Gesundheitskosten ja nur logisch

Getrennte Apotheken in Gruppenpraxen, Impfverbote in der Pflege, teure Zusatzkontrollen: Groteske Behörden- und Kassenentscheide lähmen die Versorgung. Sind wir Ärzte eigentlich Komiker?

image

Arzt sein mit Sinn – das ist Medbase.

Der ärztliche Beruf verändert sich – und mit ihm die Erwartungen. Viele Ärztinnen und Ärzte suchen heute mehr als nur eine Anstellung: Sie suchen Wirksamkeit, Gestaltungsspielraum und ein Umfeld, das ihre Werte teilt.

image

Für die Zweitmeinung zu Dr. KI? Kein Problem.

Die meisten Menschen können sich vorstellen, medizinischen Rat bei einem Chatbot zu holen. Und eine klare Mehrheit findet, dass die Ärzte KI-Unterstützung haben sollten. Dies besagt eine Erhebung in Deutschland.

Vom gleichen Autor

image

Risiko Medikamentenliste: Zu viele falsche Verschreibungen

Potenziell unangemessene Verschreibungen sind in der Altersmedizin eher die Regel als die Ausnahme. Speziell gefährdet sind Patienten mit vielen Medikamenten, mit Sturzanamnese – sowie Frauen. Das besagt eine grosse Studie.

image

Spital Emmental: Neue Co-Leiterin der Psychiatrie

Claudine Kroužel wechselt von der Privatklinik Wyss nach Burgdorf und Langnau.

image

Osteopathie: Bundesgericht setzt Leitplanken

Das Bundesgericht kritisiert den Formalismus, mit dem das SRK die Anerkennung ausländischer Diplome verweigert. Ins Visier kommt damit auch der Bund.