Medizin-Master: UZH und HSG trennen sich

Die Universität St.Gallen und die Universität Zürich beenden ihre Zusammenarbeit beim Joint Medical Master auf Sommer 2026.

, 23. Mai 2024 um 07:09
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Die ersten 24 Studierenden haben im Sommer 2023 den Medical Master abgeschlossen. Ausgelegt wurde der Studiengang für 40 Studierende  |  Bild: Universität Zürich, Ursula Meisser
Vor sieben Jahren schufen die Universität St.Gallen (HSG) und die Universität Zürich (UZH) eine gemeinsame Masterausbildung in Medizin: den Joint Medical Master. Das Ziel: mehr angehende Ärzte aus der Ostschweiz sollen sich nach dem Studium auch dort niederlassen, um so dem Ärztemangel in der Region entgegenzuwirken.
Im vergangenen Herbst haben die ersten Studenten das Medizinstudium in St. Gallen abgeschlossen, 2026 werden Weitere folgen – gleichzeitig soll dann bereits wieder Schluss sein mit der Kooperation.
Das schreiben die HSG und die Universität Zürich in einer gemeinsamen Mitteilung: Die aktuelle Kooperationsvereinbarung laufe im Juli 2026 aus und werde nicht verlängert.
Die beiden Universitäten hätten beschlossen, das Ausbildungskonzept neu auszurichten. «Der Koordinationsaufwand für eine gemeinsame Ausbildung ist sehr hoch und die Gestaltungsmöglichkeiten auf beiden Seiten sind einschränkt», so die Begründung.
Die Universitäten betonen, dass die Studierenden durch den Entscheid keine Nachteile zu befürchten hätten. Die Ausbildung aller aktuellen Studierenden im St.Galler Track des Bachelorstudiums an der Universität Zürich und im Joint Medical Master in St. Gallen bleibe bis zum Staatsexamen gewährleistet.
Das St.Galler Medizinstudium ist zweistufig aufgebaut. Zuerst absolvieren die Studierenden das Bachelor-Studium an der Universität Zürich. Anschliessend wechseln sie für das Master-Studium nach St.Gallen an die HSG. Der klinische Unterricht während des Masterstudiums findet in der Ostschweiz statt, unter anderem am St.Galler Kantonsspital als «universitärem Lehrspital».
  • An diesem zweistufigen Modell will die Universität St.Gallen auch in Zukunft festhalten. Die HSG werde in St.Gallen keinen eigenen Bachelor-Studiengang aufbauen, betont Direktionsmitglied Sandro Stöckli. «Die School of Medicine fokussiert auf ein eigenständiges Masterprogramm.»
  • Ob die finanziellen Ressourcen dafür ausreichen, ist zurzeit noch offen. Der aktuelle Beitrag des Kantons an den Medical Master beläuft sich für die Jahre 2023 bis 2026 auf rund 5,2 Millionen Franken pro Jahr.
  • Die ersten 24 Studierenden haben im Sommer 2023 den Medical Master abgeschlossen. Ausgelegt wurde der Studiengang für 40 Studierende

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