Kispi sucht neue Leitung für die Kinderherzchirurgie

Das Kinderspital Zürich steht vor einem Führungswechsel in der Herzchirurgie: Robert Cesnjevar geht nach vier Jahren zurück nach Erlangen, ein Nachfolger wird gesucht.

, 17. Oktober 2025 um 09:21
image
Robert Cesnjevar. Bild: zvg
Das Universitäts-Kinderspital Zürich sucht einen neuen Chefarzt für die Abteilung Kinderherzchirurgie. Nach gut vier Jahren verlässt Robert Cesnjevar das Kispi in Richtung Erlangen.
«An der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich ist auf den nächstmöglichen Zeitpunkt der Lehrstuhl für Kinderherzchirurgie neu zu besetzen», heisst es in der aktuellen Stellenausschreibung.
Cesnjevar übernahm 2020 die Nachfolge von Michael Hübler nach einer rund zweijährigen Interimslösung. Hübler hatte das Kinderherzzentrum damals überraschend per sofort verlassen.
Zuvor leitete der Herzchirurg René Prêtre die Abteilung von 2001 bis 2012, bevor er nach Lausanne wechselte. Für seine Verdienste wurde Prêtre 2010 zum «Schweizer des Jahres» gekürt.

Zurück nach Erlangen

Robert Cesnjevar war bereits vor seiner Zeit am Kinderspital Zürich Chefarzt der Abteilung für Kinderherzchirurgie an der Universitätsklinik Erlangen. Davor leitete er die Klinik für Kinderherzchirurgie in Hamburg.
Sein Medizinstudium absolvierte der Kinderherzchirurg ebenfalls in Erlangen – nun kehrt er dorthin zurück. «Robert Cesnjevar wurde nach Erlangen berufen, um dort am Universitätsklinikum die Herzchirurgie für Erwachsene und Kinder zu leiten», teilt die Medienstelle des Kispi mit. Trotz seines Weggangs sei die herzchirurgische Versorgung am Kinderspital jederzeit sichergestellt, heisst es weiter.

Forscherinnen ausdrücklich ermutigt

Gesucht wird nun eine «dynamische, integrative Persönlichkeit mit umfassender klinischer Expertise und wissenschaftlicher Erfahrung in der Kinderherzchirurgie, einschliesslich der Chirurgie angeborener Herzfehler im Erwachsenenalter», wie es in der Ausschreibung heisst. Besonders qualifizierte Forscherinnen werden ausdrücklich ermutigt, sich zu bewerben.


  • Kispi
  • Herzchirurgie
  • kindermedizin
  • personelles
Artikel teilen

Loading

Kommentar

Mehr zum Thema

image

Zwei neue Leitende Ärztinnen im Spital Nidwalden

Rebecca Berz und Lara Bersuch heissen die beiden neuen Führungsfrauen am Spital Nidwalden.

image

Schinznach: Neue Chefärztin für internistisch-onkologische Reha

Dzana Begovic übernimmt die Leitung der Internistisch-onkologischen Rehabilitation in der Reha Schinznach und wird gleichzeitig stellvertretende Direktorin Medizin.

image

PDAG: Neue Co-Leitung für die stationäre Alterspsychiatrie

Per Anfang Januar verstärkt Kristine Ewert die Klinik für Konsiliar-, Alters- und Neuropsychiatrie der Psychiatrischen Dienste Aargau als stellvertretende Klinikleiterin.

image

Pierre Hofer übergibt die Führung der Orthopädie St. Gallen

Pierre Hofer, Gründer und Inhaber der Orthopädie St. Gallen, beendet seine ärztliche Tätigkeit per Ende 2025. Die operative Führung übernimmt künftig das bestehende Leitungsteam.

image

Balgrist: Wirbelsäulen-Chirurgen als Leitende Ärzte

Thorsten Jentzsch, Christoph Laux und Florian Wanivenhaus bringen umfassende Erfahrung in offenen und minimalinvasiven Operationstechniken mit.

image

Pavlos Sachsanidis übernimmt Frauenarzt-Praxis vom Spital Muri

Der langjährige Standortleiter der gynäkologischen Praxis «Frauenärzte Bremgarten» Pavlos Sachsanidis übernimmt die Praxis per 1. April 2026 vom Spital Muri.

Vom gleichen Autor

image

Patrick Bader wird Chefarzt am Kantonsspital Glarus

Ab Oktober 2026 übernimmt Patrick Bader die Leitung der Medizinischen Klinik und des Departements Medizin am Kantonsspital Glarus. Er folgt auf Thomas Brack, der nach über 20 Jahren am KSGL in den Ruhestand tritt.

image

Schweiz lockert Regeln für Blutspender

Ab Anfang Februar dürfen in der Schweiz wieder mehr Menschen Blut spenden – darunter Personen mit früheren Transfusionen, längeren Aufenthalten in Grossbritannien oder nach bestimmten medizinischen Eingriffen.

image

PDAG: Weniger Fremdpersonal, höhere Patientensicherheit

Seit einem Jahr können Mitarbeitende der Psychiatrischen Diensten Aargau ihre Dienste flexibel gestalten – die Kosten für externe Fachkräfte sinken seither, CIRS-Meldungen gehen zurück.