Hirslanden und Sanitas bieten Zusatzversicherten Komplementärmedizin im Spital

Die Klinik Hirslanden in Zürich arbeitet mit der Sanitas-Krankenkasse zusammen: Patienten mit Zusatzversicherung erhalten integrativ-medizinische Behandlungen.

, 14. Januar 2026 um 23:00
image
Das Team des Komplementärmedizin-Unternehmens Jivita arbeitet während des Versuchs auf allen Stationen zur Förderung der postoperativen Regeneration sowie bei körperlichen und psychosomatischen Beschwerden.
Zusatzversicherte der Krankenkasse Sanitas erhalten bei einem Aufenthalt in der Klinik Hirslanden in Zürich vorübergehend kostenlos komplementärmedizinische Therapien. Das Angebot ist für Patienten mit eher schweren Fällen gedacht, die stationär in Behandlung sind. Der Versuch ist bis Oktober 2026 befristet, wie Hirslanden mitteilt.
Die zusätzlichen Leistungen für Patientinnen und Patienten mit Halbprivat- oder Privatversicherung vergütet die Sanitas der Klinik Hirslanden separat.
Das Komplementärmedizin-Unternehmen Jivita erbringt die integrativ-medizinischen Zusatzleistungen. Das Jivita-Team arbeitet während des Versuchs auf allen Stationen zur Förderung der postoperativen Regeneration sowie bei körperlichen und psychosomatischen Beschwerden.

Massagen, Wickel und Atemtherapie

Das Angebot umfasst unter anderem Ayurvedische Ölmassage, Myoreflexzonenmassage, Fussreflexzonenmassage, Klassische Massage, Wickel, Auflagen und Atemtherapie.
Die Ärztinnen und Ärzte von Jivita haben eine schulmedizinische Facharzt- und eine komplementärmedizinische Ausbildung.
«Durch die Kooperation mit der Klinik Hirslanden können wir erstmals in einem stationären Setting testen, wie komplementärmedizinische Leistungen sinnvoll und qualitativ hochwertig eingebunden werden können», erklärt Alain Ehrsam, Leiter Leistungseinkauf & Tarife bei Sanitas.
«Schulmedizinische Expertise mit komplementären Behandlungsformen zu verbinden, entspricht dem wachsenden Bedürfnis unserer Patientinnen und Patienten», so Marco Gugolz, Direktor der Klinik Hirslanden und COO Nordostschweiz.
Seit Dezember 2024 trägt die Klinik Hirslanden das Zertifizierungslabel «Integrative Kliniken» für das Fachgebiet Allgemeine Innere Medizin.
Komplementärmedizin auf dem Rückzug? Nein: Die Spitäler ergänzen ihr Angebot
Die Klinik Hirslanden Zürich wird zur «Integrativen Klinik»; im Waadtland eröffnet ein Spital ein Zentrum für Komplementärmedizin; das Unispital Basel kooperiert mit der anthroposophischen Klinik Arlesheim.

  • Hirslanden
  • sanitas
  • zusatzversicherungen
  • komplementärmedizin
Artikel teilen

Loading

Kommentar

Mehr zum Thema

image

Gynäkologische Onkologie: Kooperation von Hirslanden und Spital Zollikerberg

Die beiden Zürcher Häuser starten einen Weiterbildungs- und Behandlungsverbund, um Patientinnen mit gynäkologischen Tumoren ein intensiveres Versorgungsangebot zu bieten.

image

Smarte Ideen in Schweizer Spitälern

Virtual Reality in der Pflege-Ausbildung ++ Familienpflege bei Hirslanden ++ Bett-Tasche ++ Neuer Nachsorgedienst ++ Digital-Uhr ++ ST-OP-Schild ++

image

Neues Da-Vinci-System startet in Zürich

Als erste Institution in der Schweiz nutzt die Klinik Hirslanden das Operationssystem «Da Vinci 5». Zunächst kommt es in der Viszeralchirurgie und Urologie zum Einsatz.

image

Genfer Reederei-Riese übernimmt Hirslanden

Die grösste Privatklinik-Gruppe der Schweiz soll unter die Kontrolle der MSC-Gruppe kommen.

image

Hirslanden: Ein Klinikimperium zwischen Containern

Was will MSC mit Hirslanden? Dass ein Seefahrts-Gigant ins Schweizer Gesundheitswesen drängt, stellt interessante Fragen: Geht es um Diversifikation? Oder auch um Philanthropie?

image

Bellevue Medical Group bündelt Neuroimmunologie unter neuer Leitung

Andreas Lutterotti übernimmt die Leitung des neu strukturierten Zentrums für Multiple Sklerose und Klinische Neuroimmunologie. Stellvertretender Leiter wird Ilijas Jelcic.

Vom gleichen Autor

image

Konsultation nur beim eigenen Hausarzt – oder gar nicht

Wenn der Hausarzt vorübergehend nicht verfügbar ist, bricht die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen dramatisch ein. Auch wenn andere Ärzte erreichbar wären.

image

Nach Honorarkürzung: Spital Einsiedeln gewinnt Schwyzer Belegärzte

Das Spital Schwyz hat die Honorare gesenkt und seine Belegärzte verärgert. Diese operieren nun zum Teil auch in Einsiedeln.

image

Kispi-Professor für seine Therapie bei offenen Rücken ausgezeichnet

Ueli Möhrlen erhält den Forschungspreis der Holm-Schneider-Stiftung für einen neuen Ansatz zur Behandlung der Spina bifida vor der Geburt.